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Gemeindeblatt muss abspecken

Wegen Sparmassnahmen wird das Gemeindemagazin überarbeitet. Der Gemeinderat will am 27. Januar bekannt geben, wie das Magazin daherkommt.

Die Produktion des Gemeindemagazins kostet 100'000 Franken.
Die Produktion des Gemeindemagazins kostet 100'000 Franken.
Adrian Moser

Gemeindeblätter gibt es viele. Einige kommen schlicht, schwarzweiss und ohne viel Schmuck daher. In ihnen steht das Nötigste wie die Traktanden der nächsten Gemeindeversammlung oder kommende Veranstaltungen. Und dann gibt es den «Schwarze­burger»: Über 40 Seiten umfasst das Heft der gleichnamigen Gemeinde, das sechsmal im Jahr in den Briefkästen der Bevölkerung liegt. Auf der Titelseite ein ansprechendes Bild, im Inneren verschiedene Formate, Reportagen, Kolumnen – alles in Farbe, alles aufwendig produziert.

Künftig wird sich daran einiges ändern. Wie Gemeindeprä­sident Martin Haller (SVP) an der letzten Gemeindeversammlung ankündigte, soll das Magazin heuer überarbeitet werden. Denn: So, wie der «Schwarze­burger» zurzeit produziert wird, rentiert er nicht. Zwar werden im Heft auch immer wieder Inserate platziert, diese können den Produktionsaufwand von rund 100'000 Franken pro Jahr aber nicht decken.

Der perfekte Moment

Hinzu kommt die finanzielle Schieflage der Gemeinde: Der Steuerfuss von 1,86 Prozent ist bereits heute hoch und könnte ohne Sparmassnahmen weiter ansteigen. Deshalb muss Schwarzenburg an vielen Orten kürzen – so auch beim Ge­meindemagazin. «Das tut mir auf eine Art schon sehr weh», sagt Martin Haller, der oft selbst am Heft mitgearbeitet hat. «Aber jetzt ist nun einmal der perfekte Moment, um den ‹Schwarze­burger› zu überdenken.»

Anlass für die geplanten Änderungen ist unter anderem der Abgang der bisherigen Redaktorin, Franziska Ackermann. Zwar übernahm die Gemeindeangestellte nebenbei noch andere Funktionen – der «Schwarzeburger» habe aber sicher am meisten zu tun gegeben, weiss Haller: «Das Heft zu produzieren, ist sehr aufwendig, man muss Textautoren finden sowie Grafik und Druck organisieren. Das war für Franziska immer eine grosse Belastung.» Gekündet hat Ackermann aber aus einem anderen Grund: Sie habe schlicht ein besseres Angebot bekommen.

Entscheid Ende Januar

Noch unter Ackermanns Regie wurde auf der Website eine Umfrage lanciert. Von den Schwar­zenburgerinnen und Schwar­zenburgern wollte man wissen, was ihnen am Magazin gefällt und was nicht. «Die deutliche Mehrzahl der 173 eingegangenen Antworten war positiv», sagt Haller. Nur einzelne waren kritisch. So fand etwa jemand, der Umfang des Heftes sei zu gross.

Ein Punkt, der schon länger im neuen Konzept verankert ist. Künftig soll der «Schwarzeburger» schlanker sein – auch aus Kostengründen. Weniger Platz bedeutet aber auch, dass nicht mehr jede Rubrik im Magazin Platz findet. Wie das überarbeitete Heft genau aussehen wird, steht erst Ende Monat fest: Am 27. Januar berät der Gemeinderat über den «Schwarzeburger» und entscheidet, wie das Blättchen künftig daherkommt.

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