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Der Kanton sammelt Verkehrsdaten

Im Hinblick auf das Verkehrsmanagement Bern-Nord macht der Kanton detaillierte Zählungen.

An vier Orten in Zollikofen und Münchenbuchsee werden Daten erfasst.
An vier Orten in Zollikofen und Münchenbuchsee werden Daten erfasst.
Nicole Philipp

Das kantonale Tiefbauamt möchte zusammen mit den betroffenen Gemeinden den täglichen Staus in der Region Bern-Nord zu Leibe rücken. Dank einem Dosierungssystem über Ampeln soll der Strassenverkehr während der Stosszeiten flüssiger durch die Wohngebiete fahren. Der öffentliche Verkehr erhält Priorität. Dieses sogenannte Verkehrsmanagement Bern-Nord soll Ende 2020, Anfang 2021 umgesetzt werden.

Im Zusammenhang mit diesem Projekt werden von heute Dienstag bis übermorgen Donnerstag spezielle Daten erhoben, wie die kantonale Bau- und Verkehrsdirektion gestern mitteilte. Erfasst werden die effektiven Reisezeiten und der Verkehrsfluss auf dem Strassennetz mithilfe von vier Messorten in Zol­likofen respektive Münchenbuchsee (Allmendquartier): auf der Kirchlindachstrasse bei der Einmündung Schäferstrasse, auf der Bernstrasse beim McDonald’s-Kreisel, bei der Kreuzung Kirchlindachstrasse und bei der alten Post.

Alle Kennzeichendaten würden nach der Verarbeitung gelöscht.

An diesen vier Standorten stehen beidseits der Strasse Kameras, die während 72 Stunden die Nummernschilder der vorbeifahrenden Autos erfassen. Der Abgleich der Nummern ermöglicht, die Fahrwege und die Fahrzeiten zwischen den Messpunkten zu ermitteln. Die Daten würden vor Ort verschlüsselt und auf einer Festplatte abgespeichert. Das erlaube keine Rückschlüsse auf die Fahrzeughalter, versichert der Kanton. Alle Kennzeichendaten würden nach der Verarbeitung gelöscht.

Der so erhobene Datensatz dient dem Vergleich mit den sogenannten «Floating Car Data»-Systemen. Diese werden künftig im Norden von Bern den Verkehrsfluss und die Reisezeiten über GPS-Signale erfassen, die beispielsweise von in Fahrzeugen mitgeführten Handys gesendet werden. Auch hier, betont der Kanton, handle es sich um anonymisierte Datenspuren von Verkehrsteilnehmern. Diese würden in grosser Zahl ausgewertet und liessen keinerlei Rückschlüsse auf die Gerätebesitzer zu. (hus)

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