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Bolligen zahlt für den Asthaufen im Garten

Die Gemeinde Bolligen unterstützt neu auch die Biodiversität in Siedlungen finanziell.

Wer zur Biodiversität beiträgt, erhält Unterstützung. So gibt es etwa 125 Franken für Asthaufen, 100 Franken für Strauchgruppen oder 150 Franken für Holzbeigen.
Wer zur Biodiversität beiträgt, erhält Unterstützung. So gibt es etwa 125 Franken für Asthaufen, 100 Franken für Strauchgruppen oder 150 Franken für Holzbeigen.
iStock/Symbolbild

Der Mensch verändert stetig Landflächen, Tier- und Pflanzenarten sind zunehmend vom Aussterben bedroht. Biodiversität ist ein Schlagwort in Zeiten des Klimawandels. Auf internationaler, nationaler und kantonaler Ebene. Was aber kann eine kleine Gemeinde wie Bolligen tun, um den ökologischen Ausgleich zu unterstützen? «Unser Einfluss ist nicht zu unterschätzen», sagt Gemeindepräsidentin Kathrin Zuber. Im Worblental gebe es viel Landwirtschaft und grosse Naherholungsgebiete, die zur Biodiversität beitragen würden.

Anfang Januar ist in Bolligen eine neue Biodiversitäts-Beitragsverordnung in Kraft getreten. Das heisst, die bisherige Verordnung wurde überarbeitet. «Mit den Neuerungen soll die Biodiversität nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Siedlungsgebiet verbessert werden», so Zuber.

Konkret: Auch Privatpersonen werden nun finanziell unterstützt, wenn sie Aufwertungsmassnahmen zur Förderung der Biodiversität ergreifen. So gibt es einmalige Beiträge für Objekte wie Asthaufen (125 Franken), Strauchgruppen (100 Franken) oder Holzbeigen (150 Franken), soweit sie nach den Vorgaben der Gemeinde errichtet werden.

Projektbeiträge erhält man beispielsweise für die Pflanzung bestimmter Bäume. «Damit wollen wir gewisse Anreize setzen», sagt Zuber weiter. Weniger Steingärten, mehr einheimische Pflanzen. Wenn private Gartenbesitzer Beiträge beantragen, müssen sie die geplanten Massnahmen innerhalb von fünf Jahren umsetzen.

Am 29. Januar führt die Gemeinde eine öffentliche Veranstaltung durch, um über die neue Verordnung zu informieren. Bisher hätten sich erst zwei private Personen dafür angemeldet, sagt Zuber. «Ich nehme an, dass die Beiträge auch künftig vorwiegend von landwirtschaftlichen Betrieben beantragt werden.» Einzelpersonen, Vereine, Firmen oder Gemeindeorgane können die Fördergelder bei der Gemeinde anfordern.

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