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Regen beendete die Flügerchilbi vorzeitig

BleienbachKein Wetterglück hatten am Sonntag die Organisatoren der traditionellen Flügerchilbi auf dem Flugplatz in Bleienbach. Der strömende Regen setzte der Veranstaltung um 16 Uhr ein vorzeitiges Ende.

Auf dem Papier hatten die Akteure der Segelfluggruppe Oberaargau für die Besucher der Flügerchilbi auf dem Flugplatz Bleienbach ein tolles Programm bereit. Aber schon kurz nach 12 Uhr mittags blickte OK-Chef Roland Lüthi besorgt gegen den Himmel und bemerkte: «Geflogen wird immer noch draussen, und was das für unsere Chilbi heisst, kann ich beim besten Willen nicht sagen.» Knapp vier Stunden später wusste man es. Das OK brach den Anlass ab. Die Flügerchilbi 2011 hatte ein vorzeitiges und feuchtes Ende gefunden. Die Antonov hebt ab Schon am Mittag roch es auf dem Festplatz mehr nach Bratwurst und Lebkuchen als nach Kerosin. Einzig das Karussell drehte stetig seine Runden, und auf dem Vorfeld des Flugplatzes setzten Bruno Kugler und Hansruedi Dubler ihre grosse, blaue Antonov in Gang. «Es hat noch zwei Plätze frei», rief jemand. Die Gelegenheit bot sich, bei diesen unsicheren Wetterverhältnissen den beiden Piloten vorerst im Trockenen über die Schultern zu schauen. Wie die Spatzen auf einem Ast sassen nun zwölf Passagiere auf den beiden Längsbänken. Es rumorte und vibrierte. Und dann kam plötzlich doch noch Bewegung in die Sache, und der «Jeep der Lüfte» hob ab. Die ursprünglich als Landwirtschaftsflugzeug konzipierte Antonov An-2 ist der grösste einmotorige Doppeldecker der Welt. Vor ziemlich genau 64 Jahren, am 31.August 1947, startete der Prototyp in der Ukraine zu seinem Erstflug. Gebaut wurden rund 25000 Flugmuster in verschiedenen Ausführungen. Nach dem knapp einstündigen Abstecher mit der Antonov an den Bielersee war die Lage in Bleienbach aber nicht besser geworden. Die Fallschirmspringer hatten ihre Sprünge abgesagt. Sie hätten das Flugzeug in den Wolken verlassen müssen. Wer gegen halb 3 Uhr auf den Vorbeiflug der Lockheed Super Constellation wartete, kam auch nicht auf seine Kosten. Aus Logistikgründen hatte «Super Connie» ihre Stippvisite schon vier Stunden früher gemacht. Die Organisatoren gaben unter den gegebenen Verhältnissen ihr Bestes, um die kleinen und grossen Besucher bei Laune zu behalten. Verschiedene Akrobatikvorführungen mit Motor- und Segelflugzeugen gab es zu bewundern. Für einen Höhepunkt sorgten darüber hinaus Maik Stuber und Daniel Affolter als Swiss-Formation-Team. Mit ihren Modellen von Hunter-Flugzeugen standen sie mit ihrer Darbietung ihren grossen Brüdern der Patrouille Suisse, als diese noch mit solchen Flugzeugen unterwegs waren, in nichts nach. Nicht die erste Regen-Chilbi Für die Segelfluggruppe Oberaargau ist die Flügerchilbi jeweils ein Grossanlass. Jährlich muss die Gruppe 160 Helferinnen und Helfer mobilisieren, damit alles glatt über die Bühne geht. Wie viele Chilbis die Gruppe schon durchgeführt hatte, konnte OK-Chef Lüthi gar nicht exakt sagen. «Mehr als 60 sind es sicher», mutmasste er. Sicher ist indessen, und das ist wohl ein kleiner Trost, die Ausgabe 2011 ist nicht die erste, bei der eher Chilbi- denn Flugwetter herrschte.Hanspeter Flückiger >

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