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Reaktionen zum Schulknatsch

Dass in Bowil Schule und Behörden mit einem Zweitklässler nicht zurechtkamen, wühlt auf. Viele lasen diese BZ-Geschichte auch online. Einige berichten von ähnlichen Ereignissen. Hier eine Auswahl der Kommentare auf www.bernerzeitung.ch. Marlies Würsten: Als Nachbarn sind wir befremdet, dass Lorin an allen Schwierigkeiten der Schule schuld sein soll. Wir erleben ihn als liebenswertes, aufgestelltes und sensibles Kind. Die Eltern werden ihm und seiner Art gerecht. Dass man ihnen eine Gefährdungsmeldung androhte, weist auf Überforderung und unprofessionelles Handeln hin. Therese und Ernst Gerber: Unserem Sohn erging es vor 6 Jahren in der gleichen Schule ebenso. Wir glaubens nicht! Die Schulleitung hat nichts gelernt. Unser Sohn wurde in die Kleinklasse versetzt, gegen unseren Willen. Nun macht er eine 4-jährige Schreinerlehre. Werner Tschannen: Das grösste Problem ist, dass Kinder heutzutage nicht mehr Kinder sein dürfen! Zu meiner Zeit (Jahrgang 1935) gab es in der grossen Pause des Öfteren blaue Flecken und ab und zu einen gebrochenen Zahn. Ein Gespräch mit dem Lehrer, eine Schelte der Eltern, und das Schulleben ging weiter! Philipp Brand: Auffälliges und störendes Verhalten eines Kindes kann verschiedenen Ursachen haben. Zu oft müssen Kinder den Kopf herhalten, wenn die eigentlichen Ursachen bei den Erwachsenen liegen. Viele Kinder leiden unter überforderten Lehrkräften, die sich besser einen anderen Beruf suchen sollten. Monika Gerber: Erschreckend, der Schuleinstieg ist nicht wiederholbar, und genau dort wird das künftige Leben vorgespurt. Meine drei Grossen haben diese Mühle bald durchwandert, zum Glück! Glücklicherweise trafen sie gerade in der Unterstufe auf eine Lehrperson, die die Fähigkeit und den Willen besass, jedem der 21 ihr anvertrauten Kinder gerecht zu werden. Danke. Martin Waeber: Es gibt die Darstellung der Eltern und die der Schulkommission. Wer kann da als Aussenstehender beurteilen, wer recht hat und wer nicht. Oder ob nicht beide Darstellungen Richtiges und Falsches enthalten. Raphael Moser: Ich habe selbst eine ähnliche Situation erlebt, in der Bowiler Schule! Meine Ohnmacht während der Schulzeit war riesengross! Ein Kollege wurde aufs äusserste schikaniert. Kurz vor Schulschluss wurde mir auch mit Rausschmiss gedroht wegen Kleinlichkeiten, und ich weiss bis heute nicht hundertprozentig aus welchem Grund. Jacqueline Lanz: Viele Schulkommissionen sind höchst unprofessionell besetzt und gelten als Einstiegshilfe in die lokale Politik. Unfähige Lehrkräfte schieben ihren beruflichen Misserfolg gerne auf die «unpassenden» Schüler, anstatt sich zu fragen, ob sie überhaupt geeignet sind zum Unterrichten. Es ist eine grosse Misere! Andreas Maurer: Haben genau dasselbe mit unserem Sohn erlebt. Es war die Hölle. Wünsche Lorin und seinen Eltern viel Kraft und Mut auf ihrem Weg. Daniel Kettiger: Dies ist nur einer von vielen Fällen. Im Kanton Bern sind zahlreiche Schulbehörden weder in der Lage noch gewillt, Schuldisziplinarmassnahmen verfassungskonform umzusetzen. Meist wird nur von der Schule ausgeschlossen, aber die gesetzlich vorgeschriebene Reintegration unterbleibt. >

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