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Probleme auf dem Brünig

NothilfezentrumDer Standort des Nothilfezentrums Casa Alpina auf dem Brünig sei problematisch. Der Regierungsrat bekräftigt seine Absicht, dieses zu schliessen.

«Ziel war, dass sich ausreisepflichtige Personen nur für kurze Zeit in dieser Unterkunft aufhalten.» Dies schreibt der Berner Regierungsrat über das Nothilfezentrum Casa Alpina auf dem Brünig. Dass das Ziel nicht erreicht wurde, geht aus seiner Antwort auf eine Interpellation von Grossrat Christoph Ammann (SP, Meiringen) hervor: «Die Betroffenen nehmen schwierige Wohn- und Lebensverhältnisse weitgehend in Kauf und ziehen einen Verbleib in einer unattraktiven Sachabgabestruktur der Rückkehr in ihre Herkunftsländer vor.» Grossrat Ammann hatte Ende März unter dem Titel «Hat der Kanton die Situation im Sachabgabezentrum auf dem Brünig im Griff?» gefragt, ob die Regierung bereit sei, die Eignung des Standorts überprüfen zu lassen. Der Regierungsrat geht in seiner Antwort bereits einen Schritt weiter: «Das Sachabgabezentrum Casa Alpina soll geschlossen werden.» Gemäss Polizeidirektor Hans-Jürg Käser sollen die abgewiesenen Asylsuchenden künftig im Tschorren oberhalb des Brünigs untergebracht werden, wo der Bund auch Asylsuchenden eine Unterkunft geben will (wir berichteten). Gemäss Interpellationsantwort hat die Inbetriebnahme des Zentrums Casa Alpina zu einer erheblichen Zunahme von Polizeieinsätzen geführt, vor allem wegen Streitereien oder Delikten unter den Bewohnern. Auf Ammanns Frage zum Drogenhandel schreibt die Regierung, die Dealertätigkeit sei schwierig zu unterbinden, weil die Betroffenen in Kauf nehmen, dass sie ertappt und bestraft werden. Ausreisepflichtigen werde kein Bargeld ausbezahlt, die Nothilfe erfolge in Form von Sachleistungen. Tatsache sei aber, dass einige Bewohner Bahnabonnements besitzen. Die meisten alleinstehenden Ausreisepflichtigen verfügten über ein «persönliches soziales Unterstützungsnetz», hält die Regierung fest.bw>

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