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Piste frei für Veränderungen

WilderswilEine

«Wegen des sehr wichtigen Hochwasserschutzes für die Ruag und die anderen Gewerbebetriebe im Rossag stehen wir unter Zugzwang, da die bestehende Erschliessung im Konflikt mit dem Hochwasserschutzprojekt steht», sagte Ruedi Balmer, Vertreter des Baudepartements Wilderswil und Mitglied der Begleitgruppe, in der die Gemeinden Wilderswil, Matten, die Armasuisse und die Ruag vertreten sind. Gemeinsam wurde der nun vorliegende Lösungsvorschlag erarbeitet. Rund zwanzig Personen trafen sich am Montagabend in der Kantine der Ruag, um sich über die vorgeschlagenen Änderungen zu informieren. Der Raumplaner/Projektleiter Mathias Boss der Berner Firma Ecoptima orientierte anhand einer Präsentation über die planungsrechtlichen Änderungen. Neues Konzept Das neue Konzept sieht die Erschliessung von Wilderswil her über den von der Bönigstrasse abzweigenden Mittelweg vor. Dieser soll mit der Rollstrasse zusammengehängt werden und die Erschliessung der Arbeitszone sowie die Verbindung nach Bönigen sicherstellen. Auf Mattenboden – unmittelbar entlang der Gemeindegrenze – soll ein sechs Meter breiter Streifen für die Detailerschliessung ausgeschieden werden. Da die Strasse entlang der Lütschine auf einen drei Meter breiten Reckweg für Fussgänger, Radfahren und den Gewässerunterhalt zurückgebaut werden soll, ist auch eine Anpassung der Überbauungsordnung Rosshag erforderlich. Die nun vorliegende Lösung soll aber nur provisorischer Natur sein. Mittelfristig soll mit einer Unterführung ein direkter Anschluss an die Gsteigstrasse angestrebt werden. Aufgrund der hohen Dringlichkeit der Realisierung der Hochwasserschutzmassnahmen haben die Gemeinderäte beider Gemeinden der nun vorliegenden Variante zugestimmt. Mit einer Machbarkeitsstudie bis zur öffentlichen Auflage der Überbauungsordnung soll der Direktanschluss genauer untersucht werden. Die Ruag steht wohlwollend hinter dem Projekt, das zur Sicherheit ihrer 250 hochkarätigen Arbeitsplätze beiträgt. Fragen aus dem Publikum kamen zumeist von Anwohnern oder Landeigentümern und betrafen etwa die provisorische Lösung mit dem Mittelweg, die Parkplätze beim Tenniscenter und das Entladen von grossen Lastwagen bei der Avari. Dazu haben bereits Fahrversuche mit grossen LKW stattgefunden. «Ihre Einwände sind ganz wichtig. Wir nehmen jedes Detail entgegen und prüfen mit Fachleuten jeden Punkt», sagte Ruedi Balmer. Gegen die Haltung «Dieses Projekt bleibt für die Ewigkeit ein Provisorium» bekräftigten Referent Ruedi Balmer und Werner Gartenmann, Vertreter der Gemeinde Matten, dass beide Gemeinden bestrebt seien, dieses Projekt voranzutreiben. Es geht dabei immerhin um die Erschliessung einer Arbeitszone von regionaler Bedeutung, die auch von der Regionalkonferenz unterstützt werden soll. Monika Hartig>

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