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Penalty gehalten, Freistoss verwertet

Fussball Mit einem Freistoss erzielte Benjamin Lüthi sein erstes Tor in der Super League. Zuvor parierte David Da Costa einen Foulpenalty.

Es war ein Kaltstart für Thuns David Da Costa. In der 49.Minute musste der unterbeschäftigte Torhüter erstmals eingreifen. Michel Renggli lief zum Penalty an, «und ich ahnte die Ecke, in die er schiessen wollte». Da Costa streckte sich und lenkte den scharf getretenen Ball an den Pfosten. «Es war höchste Zeit, dass ich einmal einen Penalty halte», sagte Da Costa, der zuvor in dieser Saison schon einige Elfmeterduelle verloren hatte. Für den FC Thun war der Torhüter für die Schlüsselszene der Partie verantwortlich. Nur zwei Minuten später erzielten die Oberländer das Tor, das zum Sieg führen sollte. Es war ein Freistoss Benjamin Lüthis, der die Entscheidung brachte. Dass der Verteidiger den Ball direkt aufs Tor schoss, hat mit Selbstvertrauen zu tun. «Ich wollte eigentlich wie immer eine Flanke treten», verrät Lüthi. Von der Seite rief aber Trainer Murat Yakin dem Spieler zu, er solle den Direktschuss wagen. Lüthi schoss also über die gegnerische Mauer hinweg in die nahe Ecke – und düpierte Luzerns Goalie David Zibung. Lüthi eilte schnurstracks zu seinem Trainer und umarmte ihn. «Murat schenkt mir schon die ganze Saison das Vertrauen, und dafür bin ich ihm dankbar», erläutert Lüthi. Und noch etwas: «Dies war mein erstes Tor in der Super League, aber in Zukunft werde ich wohl öfter einen Torschuss versuchen.» Nach dem 1:0 war für Da Costa der Arbeitstag nahezu beendet. Ernsthaft geprüft wurde der Torhüter nicht mehr. So hielt er sich mit Fitnessübungen warm. «Zudem kommuniziere ich intensiv mit der Mannschaft. Man muss stets wachsam bleiben.» Nicht mehr relevant war, dass Luzerns Penalty wohl keiner war. «Lustenberger hat hinten an meinem Fuss angehängt und ist umgefallen», erläutert Marc Schneider, der für das vermeintliche Foul im Strafraum verwarnt wurde. «Das war kein Penalty – Ehrenwort.» Dafür hätte sich Schneider nicht beschwert, wenn Schiedsrichter Massimo Busacca später bei einer Intervention des Aussenverteidigers auf den Penaltypunkt gezeigt hätte. Zur ausgleichenden Gerechtigkeit tat er dies jedoch nicht. Für Lüthi wiederum endete das Spiel mit einem kleinen Makel. Als er Luzerns Daniel Gygax ziemlich rustikal zu Fall brachte, wurde er verwarnt. Für den 22-Jährigen war es die achte gelbe Karte der Saison. Dies bedeutet, dass er am Pfingstmontag gegen die Grasshoppers gesperrt ist und auf der Tribüne Platz nehmen muss. Stephan Dietrich>

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