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Ohne Badesachen in die Badi

Mit vier Filmabenden im Frei- und Seebad Spiez

Das Filmfestival Thunersee kann heuer nicht stattfinden (wir berichteten). Und trotzdem lässt der eigentliche «Festivalvater» Werner Stalder die Finger nicht vom Film. Mit vier Projektionen, die Mitte August im Spiezer Frei- und Seebad gezeigt werden, will er ein gemischtes Publikum ansprechen. Der für Filmvorführungen eher spezielle Standort Frei- und Seebad ist für Stalder ein Glücksfall. «Mit dem Team um Chefbademeister Werner Graf und Restaurationspächterin Monika Wenger habe ich eine grosse Stütze, welche die Organisation des Anlasses erst ermöglicht.» Die beiden waren es auch, die Werner Stalder immer und immer wieder baten, mit dem Film ins Bad zu kommen. «Nach langem Überlegen und Abklärungen habe ich mich nun für die Durchführung entschieden. Mir ist wichtig, den Zuschauerinnen und Zuschauern ein möglichst breites Spektrum Film vorführen zu können», erklärt der passionierte Filmliebhaber Stalder. Verschiedene Lebensräume Die vier Filmabende werden unter dem Motto Lebensräume zusammengefasst. Es handelt sich um Lebensräume, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Es werden zwei Kinofilme, ein regionaler Dokumentarfilm und mehrere Kurzfilme gezeigt. Vor dem Film besteht die Möglichkeit, sich bei einem Stehlunch auf den Abend einzustimmen. In «Unser Garten Eden» zeigt Mano Khalil mit einem humorvoll-ironischen, aber immer respektvollen Blick durch die Kamera, wer heute in der Schweiz so alles den Traum vom eigenen Garten mit Holzhäuschen lebt. Verschiedene Schicksale treffen im grünen Areal in Bottigenmoos bei Bern-Bümpliz aufeinander: Ein spannender Einblick in den Mikrokosmos Schrebergarten. Der Film bekam vom Schweizer Kinopublikum sehr gute Noten. Mit dem Dokumentarfilm über das Justistal streift das Scheinwerferlicht einen weiteren Lebensraum. Es wird Einblick gewährt in das Leben im Bergtal zwischen Niederhorn und Sigriswilergrat. Natürlich darf dabei auch die berühmte Käseteilet nicht fehlen. «An diesem Abend wird die Filmvorführung durch den Jodlerclub Spiez umrahmt,» freut sich Werner Stalder. Problematik Plastik Mit «Plastic Planet» wird die Kamera auf einen grossen Lebensraum gerichtet. Nämlich auf die Erde selber. Der kritische Kinofilm liefert ernüchternde Einblicke in die Welt des Kunststoffs und offenbart, mit welcher Naivität damit in der heutigen Zeit umgegangen wird. Das Publikum erfährt neben anderen nachdenklich stimmenden Aussagen, dass Plastikabfall in den Weltmeeren von den Fischen mit Plankton verwechselt wird – was ihr Todesurteil bedeutet. «Wer diesen Film gesehen hat, wird nie wieder aus einer Plastikflasche trinken», so das Motto des Films. Auf diesen Satz wird an der nach dem Film stattfindenden Diskussion wohl noch genauer eingegangen. Bewährte Kurzfilme Zum Abschluss werden diverse Kurzfilme aus den letzten 20 Jahren Filmfestival Spiez-Thun gezeigt. Stalder informiert: «Wir bieten kleine Einblicke in kleinere und grössere Lebensräume aller Art – die Unterhaltung ist garantiert, denn die Filme sind bei den bisherigen Vorführungen an einem der Filmfestivals jeweils sehr gut angekommen.» Christoph Stalder •www.filmfestival-thunersee.ch >

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