Würdige Repräsentanten

Diemtigen

In Diemtigen wurden ein Sportler, eine Schriftstellerin und ein Politiker für ihre Leistungen geehrt. 21 Jungbürger erhielten den Bürgerbrief.

Gemeindepräsident Hans von Allmen hat viel für die Gemeinde geleistet, neben ihm seine Frau Silvia.

Gemeindepräsident Hans von Allmen hat viel für die Gemeinde geleistet, neben ihm seine Frau Silvia.

(Bild: Margrit Kunz)

Am gut besuchten Diemtigtal-Abend in der Mehrzweckhalle in Oey herrschte eine fröhliche Stimmung. Dies lag an den gelungenen Darbietungen durch den Jodlerklub Abebärg Zwischenflüh, der den Abend organisiert hatte, und an den vom Trio Vergissreinnichts gesungenen Evergreens, wie «Stärne» von Gölä oder «An den Ufern des Mexico-Rivers» und vielen anderen. Martin Wampfler, Dirigent des Jodlerklubs, führte durch den Abend.

Nach den ersten Liedern bat Gemeinderätin Olivia Küng den Skirennfahrer Florian Kunz auf die Bühne. Er hat an den U-18-Schweizer-Meisterschaften den 2. Rang in der Abfahrt belegt. Jetzt freut sich der Polymechanikerlehrling auf die ersten Rennen dieses Winters, die in einer Woche stattfinden. Nach weiteren Liedvorträgen holte Gemeinderätin Gisela Stucki die Schriftstellerin Erika Wiedmer auf die Bühne. Erika Wiedmer sei eine beeindruckende, viel beschäftigte Frau, sagte Stucki in der Laudatio. Sie schreibt in Mundart verfasste Geschichten. Soeben ist ein neues Buch von ihr erschienen, aus dem sie eine kurze, witzige Geschichte vorlas.

Hans von Allmen gerührt

Spät am Abend folgte die dritte Ehrung. Marcel Klossner zählte auf, was alles die zu ehrende Person kann und macht. «Er ist ein Erzähler, ehemaliger Oberturner, Alpinist, Tourenführer und, und, und», sagte Marcel Klossner. «Sicher wissen nun alle, wer gemeint ist, der Posthalter von Oey, Hans von Allmen. Er hatte immer ein offenes Ohr für alle und alles.» In seiner beruflichen Tätigkeit habe er grosse Veränderungen erlebt und diese angenommen und umgesetzt. In die Politik kam er 1982, als er in die Schwellenkorporation Oey-Wimmis gewählt wurde.

Von 1996 bis 2004 war er im Gemeinderat, 2008 wurde er Gemeindevizepräsident, und seit 2013 bis heute ist er Gemeindepräsident. Ende Jahr wird er zurücktreten. «Er hat Diemtigen in all den Jahren immer gut vertreten und setzte sich für den Tourismus ein, indem er selber Skitouren, Wanderungen und Trekkings führte.» Diese Worte berührten Hans von Allmen, und mit zuerst etwas wackeliger Stimme bedankte er sich bei allen für die Unterstützung, die er immer wieder erfahren habe.

21 Bürgerbriefe verteilt

Von 31 Jungbürgerinnen und Jungbürgern waren 21 gekommen, um ihren Bürgerbrief persönlich entgegenzunehmen. Sie stellten sich selber vor, alle sind sie noch in der Lehre, die meisten im dritten Lehrjahr. Von Hans von Allmen waren sie aufgefordert worden, in kurzen Worten zu sagen, was für sie Familie bedeutet. Alle stellten sich dem Thema, und es zeigte sich, dass für alle Familie etwas Wichtiges ist, als Ort der Geborgenheit, des Rückzugs, wo man sein kann, wie man ist. Hans von Allmen lockerte die Übergabe des Bürgerbriefes mit Müsterchen aus seiner Familie auf, wo auch der eine oder andere Machtkampf zwischen Eltern und Kindern ausgetragen worden war – bis zur Volljährigkeit der Jungen.

Berner Oberländer

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