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«Wir konnten mit guten Argumenten überzeugen»

Die Stimmbevölkerung hat ein klares Zeichen für den Neubau der ARA gesetzt.

So könnte die neue Abwasserreinigungsanlage in Brienz dereinst aussehen. Visualisierung: PD
So könnte die neue Abwasserreinigungsanlage in Brienz dereinst aussehen. Visualisierung: PD

Das Brienzer Stimmvolk hat ein klares Zeichen gesetzt und mit 1009 Ja- zu 70 Nein-Stimmen dem Verpflichtungskredit von 18,85 Millionen Franken für den Neubau der ARA Brienz deutlich genehmigt. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 47,9 Prozent.

«Mit einer solchen Deutlichkeit habe ich nicht gerechnet, bin jedoch froh und sehr zufrieden über dieses Resultat», sagte Gemeinderatspräsident Peter Zumbrunn am Sonntag.

Als Gründe für das klare Verdikt, nennt Zumbrunn die «gute Arbeit» der vorberatenden Kommission und die umfangreiche Information der Bevölkerung seitens des Gemeinderats.

«Wir konnten mit guten Argumenten die Stimmbürger überzeugen, dass das Bauwerk mit Jahrgang 1971 seine Lebensdauer erreicht hat, die neuen Gewässervorschriften umzusetzen sind und ein Neubau deshalb ansteht», sagte der Gemeinderatspräsident weiter.

Einsprachen sind hängig, das Verfahren läuft

Bevor auf der Lauimatte nun mit dem Neubau der Anlage begonnen werden kann, gilt es, die meisten Bauten abzubrechen. Denn von der bestehenden Kläranlage bleiben nur das Hebwerk mit den drei Schneckenpumpen sowie das Auslaufbauwerk mit der Ableitung des gereinigten Abwassers in den Brienzersee bestehen.

Doch in nächster Zeit werden weder Bagger auffahren noch wird eine Baustelle eingerichtet. «Die beiden Einsprachen, einerseits bezüglich Baustellenzufahrt und andererseits die Frage der neuen Brücke über den Fulbach, sind noch immer hängig», sagt Zumbrunn auf Anfrage.

Die Gemeinde habe die geforderten Anpassungen ausgeführt, jetzt sei Regierungsstatthalter Martin Künzi am Zug. Dieser bestätigt, dass das Verfahren laufe und unter anderem in dieser Angelegenheit Berichte des Amts für Gemeinde und Raumordnung (AGR) erwartet werden.

Wann eine allfällige Baubewilligung erteilt werden kann, konnte Künzi nicht sagen. «Was bis jetzt noch nicht Gegenstand von Gesprächen war, ist unter anderem die Frage, ob für unbestrittene Teile des Bauprojekts eine Teilbaubewilligung erteilt werden kann», sagte Künzi.

Für den Brienzer Gemeinderatspräsidenten gilt derzeit nichts anderes als das «Prinzip Hoffnung». «Damit der Aushub und das Erstellen der Bodenplatte bei niedrigem Grundwasserspiegel realisiert werden kann, müssen wir mit den Abbrüchen Ende Jahr beginnen können», sagt Zumbrunn.

Liege bis zu jenem Zeitpunkt keine Baubewilligung vor, verschiebe sich der ganze Bauplan um ein Jahr, womit die etappenweise Inbetriebsetzung der neuen Anlage nicht vor 2022 Tatsache würde.

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