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Vorfreude auf die Ice-Magic-Show

Über 30 kleine und grössere Eiskunstläuferinnen und zwei Eiskunstläufer sorgen am Samstag für die festliche Eröffnung des Top of Europe Ice Magic.

Sie üben, teils schon im Westernkostüm, für ihren grossen Auftritt zur Eröffnung von Top of Europe Ice Magic.Foto: Anne-Marie Günter
Sie üben, teils schon im Westernkostüm, für ihren grossen Auftritt zur Eröffnung von Top of Europe Ice Magic.Foto: Anne-Marie Günter

Es ist kalt in der Eishalle des Eissportzentrums Jungfrau. Immer. Und das Eis ist hart. Trotzdem: Kleine und grössere Mädchen tanzen, auf den ersten Blick kreuz und quer und ein bisschen ziellos, durch die grosse Halle, drehen sich im Lauf. Hier eine Pirouette, dort ein kleiner Sprung, elegant geführte Armbewegungen.

An diesem Trainingsdonnerstag tragen die grösseren von ihnen Fransenhosen und ein Westerngilet aus dem gleichen glänzenden Stoff. Als aus dem Lautsprecher «Cotton Eye Joe» von Rednex ertönt, formieren die Westernmädchen sich zu Linien, die sich auflösen und wieder ­anders zusammensetzen, Zöpfe fliegen, Arme heben sich gleichzeitig und Augen strahlen in Richtung des imaginären Publikums.

Vorfreude auf den Auftritt

«Cotton Eye Joe» gehört zum Programm, das Ina Jegher für die Eröffnungsshow von Ice Magic auf der Höhematte in Interlaken zusammengestellt hat. Es heisst dieses Jahr «Magic Skating Town». Town ist Interlaken im touristischen Sinn: Die Kinder und Jugendlichen des Eislaufclubs Jungfrau Interlaken kommen aus dem ganzen Bödeli. Wer den ersten Sternlitest bestanden hat, darf an der Ice-Magic-Eröffnungsshow mitfahren, und sogar Präsidentin Jasmin Egloff ist dabei.

«Die Kinder und Jugendlichen freuen sich sehr auf den Auftritt», sagt Marie-Louise Lehmann, Vizepräsidentin des Clubs. Sie sammelt die Kostüme nach dem Probeauftritt sorgfältig ein, damit am kommenden Samstag nichts fehlt. Die Eisläuferinnen dürfen sich im Hotel Metropole umziehen und dann mit den Schonern an den Schlittschuhen über den Höheweg laufen. Die kleineren sind eine ganze Reihe Heidis und ein stolzer Geissenpeter, der einzige Junge im Team; Trauffer aus dem Lautsprecher wird sie übers Eis begleiten.

Solo wird Micha Steffen auftreten, der jahrelang im Eissportzentrum Jungfrau trainiert hat. Ina Jegher denkt, dass es einen Dreifachsprung zu sehen geben wird. Das Kader des Eislaufclubs Jungfrau – Jasmin Egloff, Leonie Fuchs, Amelie Lehmann, Eleni Schöni, Mei Weingart und Mila Wittmer – wird in rotem Kleid und keckem Hütchen auftreten. Zu «Happy» von Pharrell Williams, dem Song, der Städte tanzen liess.

Für Bewegungserziehung

«Eiskunstlauf ist eigentlich kein Teamsport», sagt Marie-Louise Lehmann. Die Kinder arbeiten jeweils an ihren eigenen Programmen. Das Einüben der Ice-Magic-Show ist eine zusätzliche Aufgabe, welche die «Funktionäre» gerne übernehmen, weil sich die jungen Eiskunstläuferinnen und -läufer sehr freuen, ihr Können inmitten des magischen Ice-Magic-Ambiente zu zeigen. Ina Jegher, beim grossen Startevent vor sechs Jahren Präsidentin des EC Jungfrau, hat es damals mit ihrem Netzwerk in der Eiskunstlaufszene möglich gemacht, dass Stéphane Lambiel scheinbar schwerelos über das neue Höhematte-Eis schwebte.

Dieses Jahr ist es bewusst die einheimische eiskunstlaufende Jugend. «Eislaufen ist zentral wichtig in der Bewegungserziehung. Es fördert den Gleichgewichtssinn und die Koordination der Bewegungsabläufe. Eislaufen ist auch Kommunikation», sagt Ina Jegher. Sie freut sich deshalb über das Angebot von Ice Magic, auch weil das Eislaufen hier im Freien stattfindet. Sie ist Ausbildungsverantwortliche bei Swiss Ice Skating und seit 2018 Inhaberin der Skate Consulting GmbH in Meiringen.

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