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Vier Generationen kamen zu Wort

Um die vier Generationen Frauen mit Joëlle Hubacher (20), Daniela Bowee (40), Brigitte Rüthemann-Pfister (60) und Alison Curtis (80) drehte sich die diesjährige Bundesfeier. Ihre Erlebnisse und Gedanken unterhielten das Publikum.

Vier Generationen Lenker Frauen mit Moderator Hansjörg Schneider. Von links die Augustrednerinnen Alison Curtis, Brigitte Rüthemann-Pfister, Daniela Bowee und Joëlle Hubacher.
Vier Generationen Lenker Frauen mit Moderator Hansjörg Schneider. Von links die Augustrednerinnen Alison Curtis, Brigitte Rüthemann-Pfister, Daniela Bowee und Joëlle Hubacher.
Fritz Leuzinger

Nach dem starken Gewitterregen entschädigte an der Lenk ein im Sonnenuntergang herrlich leuchtendes Wildstrubel-Panorama für das wegen Trockenheit abgesagte Augustfeuerwerk. Nach der offiziellen Feier auf dem Kronenplatz leuchtete am Wildstrubel sogar die Fackelschrift «LENK». Zahlreich folgten die Kinder mit ihren Lampions der Dorfmusik auf den Festplatz. Als Alphornduo eröffneten Erna Freidig und Irene Zahler die Feier.

Die Älteste aus den USA

Als Moderator konnte Gemeindevizepräsident Hansjörg Schneider vier Lenkerinnen für die Festansprache motivieren. Mit ihren 80 Jahren ist die aus Amerika stammende Alison Curtis wohl die Älteste im Quartett, aber dennoch die Jüngste: Sie ist erst seit einigen Monaten Lenker Bürgerin. Alison und John Curtis kamen vor 53 Jahren zum Skifahren an die Lenk.

Die Erinnerungen an die dama­lige Hotelunterkunft, an den Sessellift, die Einkaufsmöglichkeiten versetzte selbst ältere Einheimische ins Staunen. Curtis gründeten das Umweltlager «Winter Term» im Hohliebi. Alison Curtis denkt zurück: «Mit über 13 000 Kindern aus internationalen Schulen habe ich an der Lenk Geheimnisse wie marine Fossilien und das Leben der Alpensalamander entdeckt. Ich bin nicht von hier, aber ich fühle mich hier zu Hause!»

Viele Freiheiten geniessen

Als Jüngste mit ihren 20 Jahren ist Kauffrau Joëlle Hubacher glücklich, dass sie in der Schweiz und an der Lenk wohnen darf. Hubacher ist auch dankbar für Sachen, die in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern selbstverständlich sind: «Wir dürfen in die Schule und uns bilden, wir geniessen viele Freiheiten und dürfen ab 18 sogar abstimmen und wählen. Lasst uns zusammen die Schweiz als ein Land, als eine Gemeinschaft, als eine Familie feiern.»

Als waschechte Lenkerin hat sich die 40-jährige Daniela Bowee entschlossen, ihre Gedanken mit Verständnis für die vielen ausländischen Gäste in Schriftsprache zum Besten zu geben. Als Mädchen haben ihr das Feuerwerk, die Höhenfeuer, die mit Fahnen geschmückten Häuser und das feine Nachtessen auf der Alp imponiert. Daniela Bowee hat ihre Lenker Wurzeln behalten: «In meinen Jugendjahren als ­aktive Langläuferin quer durch die Schweiz und später auf Reisen durch ferne Länder zog es mich immer wieder an die Lenk ­zurück.»

Die 60-jährige Brigitte Rüthemann-Pfister als Vierte im Bunde erinnerte sich an damals als Wirtsleute im Hotel Anker: «Als kleines Mädchen habe ich mit Knallfröschen und Frauenfürzen an die Hauswand pinkelnde Männer vertrieben.» Mit Stolz erzählte sie von Ferien in Italien, als ihr und ihrer Tochter im T-Shirt mit Schweizer Kreuz am 1. August zum Geburtstag gratuliert wurde. Für ihren Mut und die Geschichten bekamen die vier Frauen vom illustren Publikum grossen Beifall.

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