Zum Hauptinhalt springen

Vielseitiger Einsatz für die Kulturlandschaft

Vom Pilgerweg in Ringgenberg bis zum Schilfschutz im Gwattlischenmoos: An seiner Hauptversammlung berichtete der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee von einem vielfältigen Einsatz für Natur und Kulturlandschaft.

Die Finanzierung der 1,7 Millionen Franken für den Schilfschutz im Gwattlischenmoos sei gesichert (Archivbild)
Die Finanzierung der 1,7 Millionen Franken für den Schilfschutz im Gwattlischenmoos sei gesichert (Archivbild)

Mit insgesamt 10'500 Franken unterstützte der UTB 2017 kleinere Projekte wie das Rebhäuschen Spiez oder den Verein für die Wiederbelebung der Schiffländte Leissigen. Das ist nur noch ein Bruchteil der Beiträge, die der Verband früher als Genossenschafter der Seva-Lotterie ausrichten konnte. Seit der Auflösung der Genossenschaft ist die frühere Haupteinnahmequelle versiegt.

Neue Wege zum Ziel

Doch der UTB hat neue Wege zur Förderung von Projekten gefunden, die für eine einzelne Gemeinde oder Organisation zu teuer oder zu kompliziert sind, wie Präsident Andreas Fuchs an der Hauptversammlung vom Freitag in Interlaken berichtete. Er hilft mit seinem Fachwissen bei der Planung und Umsetzung von Projekten und vor allem auch bei der Organisation der Finan­zierung.

Das grösste Projekt war 2017 der Pilgerweg in Ringgenberg, der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde als Zugang zum benachbarten Geschiebesammler verbreitert wurde. Weil der Weg mit den sanierten Trockenmauern immer noch gut in die Landschaft passt und auch Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere bietet, gab es auch Beiträge aus verschiedenen Quellen.

Schilfschutz und Garten

Der nächste grosse Plan ist der Schilfschutz für das Gwattlischenmoos, für den der UTB die Bauherrschaft übernommen hat. «Die Finanzierung der 1,7 Millionen ist sichergestellt», erklärte Fuchs.

Auch für die Neugestaltung des Englischen Gartens mit einem attraktiveren Zugang zur Aare hat der UTB verschiedene Geldgeber an Bord geholt, um das enge Budget der Gemeinde Interlaken zu entlasten und eine Umsetzung zu ermöglichen, bevor die Baubewilligung ausläuft. Gemeinderat Kaspar Boss erklärte an der Versammlung, der Interlakner Gemeinderat setze sich nach Kräften für das Projekt ein, das Einheimischen und Touristen gleichermassen dient.

Eben richtig angelaufen ist die Planung für den Uferweg Därligen–Interlaken. Zurzeit läuft das Mitwirkungsverfahren über die Anpassung der Uferschutzplanung, der Grundlage für die weitere Projektierung.

Landschaft unter Druck

Das finanzielle Ziel einer selbsttragenden Projektarbeit hat der UTB 2017 fast erreicht, sodass er mit einem Defizit von 14 142 Franken weniger stark als in früheren Jahren auf sein Eigenkapital zurückgreifen musste.

Zu den ständigen Aufgaben des UTB gehört der Unterhalt des Naturschutzgebietes Weissenau. Und auch die Bauberatung hat nicht an Bedeutung verloren, gerät doch die Seenlandschaft durch das steigende Interesse grosser auswärtiger Investoren wieder vermehrt unter Druck.

Die Versammlung genehmigte sämtliche Geschäfte einstimmig und wählte Franziska Schäfer neu in den Vorstand. Anita Knecht, die nach elf Jahren engagierter Mitarbeit demissionierte, wurde von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

Rebbau und Klimawandel

Im zweiten Versammlungsteil berichtete Ursula Irion von der Rebbaugenossenschaft Spiez, zu deren Mitgliedern auch der UTB gehört, wie ihr Betrieb die Herausforderungen des Klimawandels und des Preisdrucks anpackt – mit Massnahmen, die von einer schrittweisen Umstellung auf Bioproduktion und eine grössere Vielfalt robuster Sorten bis zu Rebstockpatenschaften und anderen neuen Wegen in der Vermarktung reichen.

Die nächsten öffentlichen Anlässe des UTB: 24. Februar: Uferputzete im Naturschutzgebiet Weissenau, Treffpunkt Parkplatz 8.30 Uhr. 24. März: Exkursion zum Sundbach.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch