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Verein ist grosser Wahlsieger

Der Verein Habkern Zukunft (HaZu) stellt den neuen Gemeinderatsvizepräsidenten und holt einen zusätzlichen Sitz im Gemeinderat. Die SVP gibt sich als fairer Verlierer.

Gemeindepräsident Christoph Häni, Hazu/neu, ist still gewählt worden
Gemeindepräsident Christoph Häni, Hazu/neu, ist still gewählt worden
zvg
Christian Blatter, SVP/parteilos, neu
Christian Blatter, SVP/parteilos, neu
zvg
Benjamin Gafner, SVP/parteilos, neu
Benjamin Gafner, SVP/parteilos, neu
zvg
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Der Wahlkampf ums Vizepräsidium des Habker Gemeinderates geht klar zugunsten des Vereins Habkern Zukunft (HaZu) aus. Rolf Zbinden, der bisherige HaZu-Gemeinderat, holte mit 234 mehr als doppelt so viele Stimmen wie sein Antipode der SVP, Heinz Tschiemer-Wüthrich (107).

«Ich habe mit einer kleineren Differenz gerechnet», sagt ein erfreuter Rolf Zbinden und sieht seine Wahl vorwiegend darin begründet, dass «die Habkerinnen und Habker die Arbeit meiner fünfeinhalb Jahre als Gemeinderat schätzten und somit honorierten».

Der Unterlegene, SVP-Sektionspräsident Heinz Tschiemer, gibt sich als fairer Verlierer: «Am Entscheid gibt es nichts zu rütteln. Die Stimmbürger haben ein klares Zeichen gesetzt.»

Knapp mehr Parteistimmen

Bei der Wahl der sieben Mitglieder in den Gemeinderat hat HaZu neu vier Sitze geholt, während die SVP drei Mandate innehat. Ausschlaggebend für die HaZu-Mehrheit ist, dass der Verein mit 1203 Parteistimmen gegenüber der SVP ein Plus von deren 13 aufweisen kann und somit gemäss dem Wahlreglement der Gemeinde Anspruch auf einen zusätzlichen Sitz hat.

Da nun der bisherige Gemeinderat Rolf Zbinden neuer Gemeinderatsvizepräsident wurde und sämtliche drei HaZu-Kandidaten in den Rat gewählt wurden, hat der Verein nun innerhalb von zehn Tagen bei der Gemeindeverwaltung eine Nachnomination einzureichen.

«Anschliessend wird der Gemeinderat den Kandidaten oder die Kandidatin für gewählt erklären», sagte am Sonntag der Präsident des Wahlausschusses und bis Ende Jahr amtierende Gemeindepräsident Markus Karlen auf Anfrage.

Grosse Unterstützung

«Dass wir nach dem Gemeinderatspräsidenten und dem Vize jetzt auch dank den Parteistimmen noch einen zusätzlichen Sitz im Gemeinderat gewinnen, damit habe ich wirklich nicht gerechnet», sagte am Sonntag der frischgebackene Gemeinderat und HaZu-Vereinspräsident Johann Zurbuchen.

«Jetzt ist die Wahl zu unseren Gunsten ausgefallen, auch wenn nur wenige Parteistimmen den Ausschlag gegeben haben.»

Johann Zurbuchen, Präsident Verein Habkern Zukunft

Persönlich freue er sich «natürlich sehr über meine Wahl» in die Exekutive, und er ist «äusserst dankbar für die grosse Unterstützung der Bevölkerung».

Aus Sicht des Vereins sei es das Ziel gewesen, die fünf Sitze zu halten. «Jetzt ist die Wahl zu unseren Gunsten ausgefallen, auch wenn nur wenige Parteistimmen den Ausschlag für den zusätzlichen Sitz gegeben haben.»

Es sei wohl schon so, dass die Bevölkerung zufrieden sei mit der politischen Arbeit des Vereins und dieses Vertrauen mit dem Stimmzettel kundgetan hätten, sagte Zurbuchen.

«Klar bin ich enttäuscht»

«Hätten wir vierzehn Parteistimmen mehr gemacht, wäre der zusätzliche Sitz an uns gegangen», rechnet SVP-Parteipräsident Heinz Tschiemer vor. «Klar bin ich enttäuscht über das Ergebnis», sagt er, fügt jedoch im selben Atemzug an: «Das ist eben Politik, damit muss man umgehen können.»

HaZu sei jetzt mit sechs von neun Ratsmandaten noch stärker in der Verantwortung als zuvor. «Sie müssen jetzt Leistung bringen», spielte Tschiemer den Ball den Wahlsiegern zu.

Dass zudem gemäss Reglement in Habkern alle vier Bäuerten (Mittel, Bohlseite, Bort, Schwendi) über garantierte Sitze im Gemeinderat verfügten, sei für die SVP auch kein Vorteil gewesen, sagte Tschiemer. «So sind wir jetzt nur noch mit drei Vertretern im Gemeinderat, aber erstens geht die Welt nicht unter, und zweitens stehen schliesslich in vier Jahren wieder Gemeindewahlen an.»

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