Zum Hauptinhalt springen

Überraschung vom Obmann: Ein Erlebnisbad soll realisiert werden

An der Gemeindeversammlung fällte das Stimmvolk wichtige Entscheide.

Noch liegt das Nevada-Areal brach. Hier soll ein entspannender Ort mit Pumptrack entstehen.
Noch liegt das Nevada-Areal brach. Hier soll ein entspannender Ort mit Pumptrack entstehen.
Corina Kobi

219 Stimmberechtigte waren an der Gemeindeversammlung vom Freitagabend in der Turnhalle Dorf anwesend und schlugen sich fast einstimmig bei den vorgelegten neun Traktanden auf die Seite des Gemeinderats. Dank zukunftsweisender und aus Sicht des Souveräns einleuchtender Geschäfte gab es daher kaum Diskussionen dazu. Wichtig dabei waren die Forststrukturen der Region, die Erhaltung der Schutzbauten, die Übergangsnutzung des Nevada-Areals sowie die familienergänzende Kinderbetreuung in den beiden Tälern.

Gemeindeobmann stellt ein Erlebnisbad in Aussicht

Der Adelbodner Gemeindeobmann Markus Gempeler überraschte dabei die Anwesenden mit der Aussage, dass zwischen Hotel Adler und dem Platz hinter der Chäsi ein Erlebnisbad als Schlechtwetter-Alternative realisiert werde. Es soll in vier bis fünf Jahren eröffnet werden, sagte er weiter.

Wie es auf dem Nevada-Areal weitergehen soll

Der Gemeinderat war der Bevölkerung die detaillierte Antwort schuldig, wie es auf dem momentan brachliegenden Nevada- und Schueler-Areal weitergehen soll. Nach dem Hinfall des Baurechts vor drei Jahren wurden die Planungsgrundlagen mit externen Stellen für ein neues Projekt erarbeitet. Dies kann aber noch bis acht Jahre dauern.

Bis dahin gilt das Gelände als Begegnungszone zwischen Gästen und Einheimischen. Mit Gehwegen, der Landschaft angepassten Hecken, Ruhebänken, Grillplätzen sowie einem Pumptrack solls geselliger werden, aber auch entspannender Ort entstehen. Die Umsetzung soll im Frühjahr 2020 passieren. Dem Baugesuch und dem Bruttokredit von 120'000 Franken wurde an der Gemeindeversammlung klar zugestimmt.

Auch sehr leicht gingen die forstwirtschaftlichen Traktanden über die Bühne. Das Stimmvolk befürwortete die Schaffung einer Zusammenarbeit für die Forststrukturen im Kander- und Engstligental, wobei Reichenbach als Sitzgemeinde bestimmt wird.

Das vorliegende Organisationsreglement wird per 1. Januar 2020 genehmigt. Die jährlich wiederkehrenden Kosten von 20'000 Franken werden gutgeheissen, und der Zusammenarbeitsvertrag mit Reichenbach soll abgeschlossen werden.

Gemeindepräsident: «Du lebst gefährlich»

Auch die forstlichen Schutzbauten oberhalb des Dorfs gemäss Projekt 2020 bis 2024 sollen gepflegt und erhalten werden. Der in den nächsten fünf Jahren wiederkommende Bruttobetrag von je 140'000 Franken, woran der Kanton eine Subvention von 81 Prozent einfliessen lässt, wird genehmigt. Nach dem heutigen Stand werden 98 Prozent der Wohnhäuser und 6 km Gemeindestrasse geschützt. Gemeindepräsident Daniel von Allmen rief dem einzigen Stimm-Enthalter zu: «Du lebst gefährlich.»

Weniger dramatisch, weil es auch eindeutig war, verlief das Geschäft über das Reglement zur familienergänzenden Kinderbetreuung / zu Betreuungsgutscheine. Die Inkraftsetzung erfolgt per 1.1.2020.

Mehraufwand im Budget, Steueranlage bleibt gleich

Das Haushaltbudget 2020 setzt sich ausschliesslich mit Aufwand-Überschüssen zusammen: 356'800 Franken (Gesamt); 285'070 Franken (allgemein); 64'800 Franken (Spezialfinanzierung Abwasser) und 6930 Franken (Spezialfinanzierung Abfall). Die Steueranlage bleibt bei 1,99 Einheiten, die Liegenschaftssteuer beträgt 1,5 Promille, die Feuerwehrpflicht-Ersatzabgabebei 6,5 Promille der Staatssteuer (100 bis 450 Franken), dieGebühren für Abfall liegen bei 16 Franken pro BGW und für Abwasser bei 60 Franken pro BGW.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch