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Steinzeit in den Bergen simuliert

Drechslermeister Peter Trummer hat Pfeil und Bogen von Steinzeitjäger Schnidi kopiert.

Drechsler Peter Trummer zielt als Steinzeitjäger Schnidi mit dem massstabtreu kopierten Bogen Richtung Schnidejoch.
Drechsler Peter Trummer zielt als Steinzeitjäger Schnidi mit dem massstabtreu kopierten Bogen Richtung Schnidejoch.
Matthias Kurt

Ab 2003 sind aus dem Schnidejoch Firn – dem Übergang von der Lenk via Iffigsee ins Wallis – sensationelle archäologische Funde aus dem Eis geschmolzen. Das Schnidejoch liegt auf 2755 m ü. M. und war nur in wenigen Zeitfenstern zu Fuss leicht passierbar, wie der Zweisimmner Allrounder und ehemalige Grossrat Matthias Kurt mitteilt.

«Der älteste Fund, Fragmente einer Schale aus Ulmenholz, stammt von circa 4400 vor Christus», hält er fest. Solche Schalen hat der Zweisimmner Drechslermeister Peter Trummer gefertigt. Kurt staunte dabei nicht wenig: «Die Steinzeitmenschen müssen gute Handwerker gewesen sein.»

Nun ging Trummer einen Schritt weiter und kopierte massstabgetreu Pfeil und Bogen von Steinzeitjäger Schnidi aus der Zeit von circa 2800 vor Christus, wie Kurt mitteilt. Ausgerüstet als Steinzeitjäger, fuhr Peter Trummer bei strahlendem Winterwetter an einem der letzten Betriebstage der Gondelbahn auf das Schönrieder Rellerli. Er simulierte dort ganz alte Zeiten mit schönster Sicht zum Schnidehorn.

Er spannte den Bogen in eben diese Richtung und machte sich Gedanken, im Herbst dort jagen zu gehen. Das Rellerli wird er im Übrigen künftig wieder wie Schnidi zu Fuss erklimmen. Denn die Rellerlibahn ist seit dem 6. Januar Geschichte.

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