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Stäger bleibt Gemeindepräsident

Martin Stäger setzt sich in der Kampfwahl um das Lauterbrunner Präsidium deutlich gegen Niels Graf durch. Die Vorlage zur Sanierung des alten Schulhauses Mürren erreichte eine knappe Mehrheit.

Martin Stäger hat die Wahl um das Gemeindepräsidium von Lauterbrunnen deutlich zu seinen Gunsten entschieden.
Martin Stäger hat die Wahl um das Gemeindepräsidium von Lauterbrunnen deutlich zu seinen Gunsten entschieden.
Bruno Petroni

Der bisherige Gemeindepräsident von Lauterbrunnen ist für vier weitere Jahre gewählt. Martin Stäger erzielte 543 Stimmen, was 63 Prozent der Stimmenanteile ausmacht. Sein Herausforderer Niels Graf kommt auf 322 Stimmen (37 Prozent). «Ich bin froh, dass die Wahl so herausgekommen ist. Denn mir gefällt dieses Amt», sagt Martin Stäger auf Anfrage. Ihn freue zudem die Deutlichkeit des Resultats. Aufgrund des hohen Bevölkerungsanteils von Grafs Wohnort Wengen sei er sich im Vorfeld seiner Wahl nicht ganz sicher gewesen.

Die an der Wahl beteiligten Personen trafen sich gestern zur Bekanntgabe des Resultats im Gemeindehaus. Die Stimmung sei gut gewesen, sagt Stäger. «Aufgrund der hohen Stimmbeteiligung dauerte es ein wenig länger als erwartet.» 64,42 Prozent der Lauterbrunner Stimmbürger nahmen an der Wahl teil; bei der Abstimmung über den Investitionskredit zur Sanierung des alten Schulhauses Mürren (siehe Infobox) lag die Stimmbeteiligung bei 58,25 Prozent.

Graf nicht mehr im Rat

Niels Graf gibt sich auf Anfrage dieser Zeitung enttäuscht über das Resultat, kann den demokratisch gefällten Entscheid aber akzeptieren. «Einer gewinnt, der andere verliert – so einfach ist das», sagt Graf, der bisher im Gemeinderat Einsitz hatte. Aus diesem muss er sich jetzt verabschieden, weil er vor vier Jahren als Mitglied für die ganze Gemeinde gewählt wurde; dies aufgrund fehlender Kandidaturen aus Stechelberg und Gimmelwald. Da diesmal jedoch sämtliche Dörfer der Gemeinde Lauterbrunnen Kandidaturen eingereicht hatten, bleibt für Graf im Gemeinderat kein Platz mehr.

Um die zwei Gemeinderatssitze des Dorfes Lauterbrunnen gab es eine Kampfwahl: Neben den bisherigen Emil von Allmen und Christian von Allmen kandidierte neu auch Christian Lauener. Allerdings ohne Erfolg: Lauener verpasste mit seinen 310 Stimmen das absolute Mehr von 358. Emil von Allmen (687 Stimmen) und Christian von Allmen (433) schafften die Wiederwahl problemlos.

«Dass so viele Personen in unserer Gemeinde aktiv mitarbeiten wollen, freut mich sehr.»

Martin Stäger, wiedergewählter Gemeindepräsident

Damit sind in der Gemeinde Lauterbrunnen bis auf einen einzigen Kommissionssitz sämtliche Ämter besetzt. Im Gegensatz zu den Wahlen im Jahr 2015, als es sowohl im Gemeinderat wie auch in den Kommissionen diverse Vakanzen gab, liessen sich diesmal deutlich mehr Kandidaten aufstellen. Auch dies wertet Martin Stäger positiv: «Dass so viele Personen in unserer Gemeinde aktiv mitarbeiten wollen, freut mich sehr.» Darunter seien auch viele Junge.

Sein erster grösserer Brocken nach der Wiederwahl steht bereits unmittelbar bevor: Heute Montagabend findet die Gemeindeversammlung statt. Traktandiert ist unter anderem ein Kredit von 430'000 Franken für die Erstellung eines Mehrzweckplatzes im Eyelti, der vor allem als witterungsunabhängiger Parkplatz genutzt werden soll.

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