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Springbrunnen wieder aktiviert

8,6 Meter hoch springt der Strahl des «Jet d’Eau», der einst zum Thermal- und Kurbad Weissenburg gehörte und rund zwei Jahrhunderte lang die Gäste verzückte. Seit zwei Monaten ist er wieder in Betrieb.

Der Verein Bad- und Thermalquelle Weissenburg ist um eine erfrischende Attraktion reicher: Dank der Initiative der Familie Hans und Käthi Baumann-Loosli aus Latterbach, die mit ihrem Sohn und den Enkelkindern aus Thun keine Arbeit scheuten, den Brunnen wieder herzustellen, können sich Wanderer und Besucher des Badträffs, der vom Verein während den Sommermonaten jeden Freitag stattfindet, am Wasserspiel erfreuen. Die Baumanns, die selber nicht im Verein aktiv sind, haben den Brunnen in Fronarbeit wieder hergestellt und dem Verein geschenkt.

Freiwillige Helfer am Werk

Rund zweihundert Jahre lang, während des Hotel- und Badbetriebs, sprühte der Wasserstrahl zur Freude der Gäste. Der Verein bemüht sich nun, die bewegte Geschichte des Bades Weissenburg zu rekonstruieren. Wie die Präsidentin Nicole Künzi berichtet, konnten auch nach und nach sogar wieder Gegenstände aus dem Interieur des ehemaligen Gebäudes ergattert werden. Der Verein seinerseits stellte deshalb auch für die Wiederherstellung des Brunnens freiwillige Helfer zur Verfügung. Diese dauerte rund zwei Jahre.

Das Funktionieren des Springbrunnens ist simpel einfach: Aus hohem Gefälle springt das Wasser mit eigener Druckkraft hoch. Aber so einfach die Konstruktion, so arbeitsintensiv gestaltete sich die Wiederherstellung. Auf dem Areal wurden Hinweise bezüglich des ursprünglichen Standortes gefunden. Kam das Wasser früher aus dem Hydrantennetz, so wurde jetzt der Bach oberhalb der Ruine neu gefasst und bis in den bestehenden Teich geleitet.

Rund um die Uhr in Betrieb

Zuerst wurde nach Material gesucht. Es fanden sich Kunsstoffrohre, die nun aus der Ostschweiz in Achtmeter-Stücken angeliefert wurden. Diese Teile mussten zu einer Leitung zusammengeschweisst und mit Seilwinde und Traktor in den Kanal, der eng, aber begehbar ist, gezogen werden. Das war wohl die Hauptleistung.

Dann folgten die Anschlüsse und das Fassen des Wassers. Zuletzt galt es, unten ein Entleerungssystem anzubringen: Eine Düse in eine Betonplatte und Wasserhahn, die an- oder abgedreht werden können.

Die Fontäne sprüht rund um die Uhr. Noch ist unklar, wie es im Winter aussehen wird. Muss der Strahl abgestellt werden oder wegen der Gefriergefahr eher nicht - noch fehlt die Erfahrung für die Bedienung in der kalten Jahreszeit. Gegenwärtig funktioniert der nostalgische Brunnen bestens und bietet dem Wanderer auf dem sogenannten «Flanierweg», der vom Bahnhof Weissenburg aus gemütlich zu bewältigen ist, eine interessante und wohltuende Abwechslung.

Geführte Wanderungen:Bis 17. Oktober jeweils am Donnerstag, ausgenommen 1. August.Route: BLS-Haltestelle Weissenburg-Hinteres Bad (retour) oder weiter via Leiternweide-Hängebrücke-Bahnhof Oberwil.Halbtagesexkursion, davon 2 Stunden Wanderzeit.Treffpunkt: Ca 09.30 BLS-Haltestelle Weissenburg. Kosten: Spende an den Verein.Information und Anmeldung bis Dienstagabend 20.00: www.weissenburgbad.ch oder 079 820 17 48 (Präsidentin Nicole Künzi)

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