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Sportliche Erfindung auf Weltreise

Kaspar Schmocker will die Fitnesswelt aufmischen. Sein selber entwickeltes Sportgerät Senso Pro steht bereits in den Trainingsräumen des FC Basel und von Biathletin Selina Gasparin.

Der Senso Pro ist laut Erfinder Schmocker für fast jedes Trainingsbedürfnis geeignet.
Der Senso Pro ist laut Erfinder Schmocker für fast jedes Trainingsbedürfnis geeignet.
zvg

Wie kann man Ausdauer, Kraft, Koordination, Reaktion und Stabilisation zur gleichen Zeit trainieren? Diese Frage stellte sich Kaspar Schmocker vor zehn Jahren während seines Studiums der Sportwissenschaft an der Uni Bern. Drei Jahre später lieferte der Wimmiser mit einem ersten Exemplar des Senso Pro die Antwort gleich selber. «Alle Leistungsfaktoren lassen sich während einer Einheit von zehn bis zwanzig Minuten auf dem Gerät trainieren.

Ein Bildschirm spielt ein Video mit den Übungen des Work-outs ab, welche die Trainierenden imitieren», erklärt Schmocker. Bei der Entwicklung des Gerätes und der Übungen vertraute er auf seine Erfahrung als Spitzensportler.

Seit zehn Jahren spielt er in der höchsten Unihockeyliga der Schweiz, bestritt über 60 Partien mit der Nationalmannschaft. Heute ist er Captain von Floorball Köniz, trainiert sechsmal pro Woche. Seinen Geschäftssinn nimmt er mit in die Sporthalle: «Die meisten Teammitglieder benutzen den Senso Pro. Von ihnen erhalte ich wertvolle Rückmeldungen, mit denen ich das Gerät verbessern kann.»

Training für viele Bedürfnisse

Feedback wünscht sich Schmocker auch von den Kunden der inzwischen 200 verkauften Geräte. Weil darunter viele Topteams wie der FC Basel oder Manchester City fallen, ist das aber nicht immer der Fall: «Der Senso Pro ist nur ein Mosaikstein des Trainings von Spitzenathleten. Ich musste lernen, dass es Leute gibt, die nach dem Kauf kein ­grosses Interesse haben, weiter in Kontakt zu bleiben und mir bei der Weiterentwicklung zu ­helfen.»

Ausdrücklich preist der 29-jährige sein Gerät nicht nur für den Gebrauch im Leistungssport an. Auch Leute in der Rehabilitation oder Freizeitsportler könnten davon profitieren. 39 Videoprogramme stünden den Anwendern im Moment zur Auswahl, da sei für fast jedes Trainingsziel ein passendes vorhanden. Damit die Einheiten nicht langweilig werden, produziert Schmocker bereits neue Videos.

Von Thun nach Dubai

Auch plant er, seinen Kundenstamm neben Deutschland, den Beneluxstaaten, Mexiko und Dubai auf noch mehr Gebiete auszuweiten. Die Produktion aber soll in Thun bleiben. Das hat seinen Preis: 19'790 Franken kostet ein Gerät. Entsprechend klein sei der Anteil von Privatkunden, darum setze er den Schwerpunkt auf den Verkauf an Sportclubs oder Fitnesszentren.

Dort malt der Geschäftsmann seine Vision aus: «Der Senso Pro soll den Leuten ein Begriff sein wie Zumba oder Powerplate. Eine Marke, ohne die man sich die Fitnesswelt nicht mehr vorstellen kann.»

Um dieses Ziel zu erreichen, vertraut Schmocker auf sein Team von zwölf Leuten. Zwar sei sein Trainer bei Floorball Köniz kulant, trotzdem könne er nicht zu oft wegen Geschäftsterminen den Trainings und Matches fernbleiben.

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