Spatenstich mit Znünipause

Frutigen

Knapp eine Woche nach dem Erhalt der Baubewilligung eröffnete die Wandfluh AG am Dienstag in Frutigen mit dem Spatenstich die Bauphase ihres Zehn-Millionen-Projektes.

Assistiert von Peter Künzi, Geschäftsführer und Maschinist der Wäfler AG, führt Matthias Wandfluh den Spatenstich aus. Foto: Guido Lauper

Assistiert von Peter Künzi, Geschäftsführer und Maschinist der Wäfler AG, führt Matthias Wandfluh den Spatenstich aus. Foto: Guido Lauper

Statt «Freude herrscht» verwende er lieber das Sprichwort «Gut Ding will Weile haben», sagte CEO Matthias Wandfluh am Dienstag vor dem Spatenstich für den Erweiterungsbau. Nach der ersten Planung von 2008 sei die Baubewilligung zwar erfolgt, doch dann wirkten sich der Einbruch des Euros und die veränderten Ölpreise von 2015 negativ auf den Umsatz aus, was den Baubeginn hinauszögerte.

«Um die eingeschlagene Wachstumsstrategie realisieren zu können, wird mehr Platz benötigt», hält das Unternehmen im nun begonnenen Bauprojekt fest. Im Juni 2018 hatte der Verwaltungsrat die Realisierung des Anbaus Nord freigegeben, der den heutigen Bedürfnissen anpasst wurde und wenn möglich für die nächsten 20 Jahren ausreichen wird.

Mit dem je 1600 Quadratmeter umfassenden Erd- und Obergeschoss wird die Produktionsfläche um knapp 50 Prozent erweitert, was die Arbeitsprozesse erleichtert und den Einsatz von Maschinen ermöglicht, für die bis heute der Platz fehlte. Die Gesamtkosten von zehn Millionen teilen sich in acht Millionen für das Gebäude und in zwei Millionen für die Infrastruktur. Nicht enthalten sind darin die bisher getätigten Vorabinvestitionen.

Ein Jahr Bauzeit

Bis im Winter soll der Anbau unter Dach sein, um nach dem Innenausbau im Winter und Frühjahr im Juni 2020 die Produktion mit einer topmodernen Infrastruktur beginnen zu können. Zum Spatenstich war auch die Belegschaft eingeladen, die damit zu einer «währschaften Znünipause» kam.

Matthias Wandfluh, der das gleichnamige Unternehmen in dritter Generation leitet, und Architekt Hansruedi Marti appellierten dabei an die Belegschaft, das bewährte «bike to work» – die Fahrt mit dem Velo zur Arbeit – noch vermehrt umzusetzen, da die Parkplätze durch Baustelle und Bautätigkeit eingeschränkt würden, wobei für Letztere vorab einheimische Unternehmen zum Zug kommen.

«240 Leute arbeiten bei uns», sagte Wandfluh auf Anfrage. Die Arbeitsplätze will das Unternehmen behalten und mit dem Anbau Nord wenn möglich sogar erweitern. Das hänge jedoch von der Wirtschaftslage und der Nachfrage ab. Nebst nach Europa liefert die Wandfluh Hydraulics + Electronics Ventile, Elektronik und ganze Systeme in die ganze Welt, «bis nach China und in den asiatischen Raum», wie Wandfluh präzisierte.

Berner Zeitung

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