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Spassvolles, experimentelles Feuerwerk

Der gemischte Chor Stimmix aus Aeschi überraschte übers Wochenende in Faulensee und Aeschi mit unterhaltsamen und feurigen Liedern. Mit dabei das Trio Macchiato aus Hamburg.

Heidy Mumenthaler
Dirigentin Esther Niederer führt den Chor Stimmix durch das Konzert.
Dirigentin Esther Niederer führt den Chor Stimmix durch das Konzert.
Heidy Mumenthaler

Mit vollem Spirit eröffnete der Chor Stimmix aus Aeschi das Konzert in der Kirche Faulensee. Dass es dabei nicht um traditionelle Lieder für gemischten Chor geht, erlebten die Besucher bei feurigen, spassvollen Darbietungen gemeinsam mit dem Trio Macchiato aus Hamburg. Im experimentellen Miteinander kamen die Einfälle der Dirigentin Esther Niederer und ihres Bruders Christoph Schweizer (Jazzmusiker in Hamburg) zum Tragen.

«Die Idee zum gemeinsamen Projekt meiner beiden Chöre mit dem Trio Macchiato entstand anlässlich eine Besuches bei meinem Bruder in Hamburg vor einem Jahr. Seine Gattin Jana Mishenina spielt im Trio mit, die beiden anderen Trio-Mitglieder sind gute Freunde der Familie.

Stücke wurden ausgewählt, passend arrangiert und in einer intensiven Zusammenarbeit so vorbereitet, dass das ganze Projekt in nur einer einzigen gemeinsamen Probe kurz vor den Konzerten realisiert werden konnte», verriet die Chorleiterin, und ihr Bruder Christoph Schweizer setzte fort: «Es ist das erste gemeinsame Projekt von uns Geschwistern. Es war mir eine Freude, dafür passende Arrangements zu schreiben.»

«Ihr werdet diese Darbietungen heute zum ersten Mal hören», kündigte die engagierte Dirigentin an. Schmissig, temporeich und einfallsreich wirkten die experimentellen Lieder «Hemmige» von Mani Matter, das georgische Liebeslied «Suliko» sowie in einzigartiger Weise «Vreneli ab em Guggisberg».

Schweizer richtete die drei Titel speziell für dieses Projekt ein. Zudem schrieb Esther Niederer zu «Suliko» einen Berndeutschen Text. Sie meinte: «Wir wollen es schliesslich alle verstehen.» Die Originalsprache wurde von Jana Mishenina gesungen.

Stimmix und das Trio Macchiato

Die aufgestellte Sängerschar erfreute mit hemmungslosen, grenzenlosen und spannungsvollen Interpretationen. Auffallend war, wie der Chor viel auswendig sang. Motiviert wirkte die Wiedergaben auf Deutsch, Dialekt, Englisch und Italienisch.

Das Trio bereicherte mit temperamentvollen, Feuer entfachenden Spielereien in tänzerischer Tangomanier, französischem Charme und romantischen Stimmungen mit Violine im Wechsel von Gesang, Gitarre und Snare Drum (Mishenina), virtuosem Akkordeon (Jakob Neubauer) und scheinbar akrobatischem Kontrabass (Henry Altmann). Erst nach zwei Zugaben und Standing Ovation wurden die Musiker und Sänger in die erste Adventsnacht entlassen.

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