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So viele Übernachtungen im Grandhotel wie noch nie

22'617 Übernachtungen zählte das Grandhotel Giessbach letztes Jahr. So viele Logiernächte hat das historische Haus am Brienzersee noch nie erreicht. Es lag damit gegenläufig zum Trend im ­Berner Oberland.

Das Grandhotel Giessbach am Brienzersee.
Das Grandhotel Giessbach am Brienzersee.
zvg/Andrea Michael Badrutt

Auch 2016 konnte das Grand­hotel Giessbach die Logiernachtzahl steigern, nämlich um 2,2 Prozent auf die Rekordzahl von 22'617 Übernachtungen.

Demgegenüber nahmen die Logiernächte letztes Jahr laut dem Bundesamt für Statistik schweizweit im Schnitt um 0,3 Prozent und im Berner Oberland sogar um 2,4 Prozent ab.

Viele Herausforderungen

«In der Tourismusbranche ist bekannt, dass die Beherbergungsumsätze gewinnbringender sind als die Erträge der Gastro­nomie.» So steht es im aktuellen Geschäftsbericht der Parkhotel Giessbach AG.

«Aus diesen Überlegungen haben der Verwaltungsrat und die Direktion das Ziel, den Anteil der Übernachtungen jährlich real zu steigern.»

Dies sei im abgelaufenen Rechnungsjahr gelungen, erfuhren die Aktienbesitzer anlässlich der 35. Aktionärsversammlung der Parkhotel Giessbach AG in Interlaken: «Der Beherbergungs- und Dienstleistungsumsatz von gut 3,5 Millionen Franken ist seit der Wiedereröffnung des Grandhotels ­Giessbach in dieser Sparte ein Rekordumsatz.»

Etwas weniger gut sah es bei der Gastronomie aus, was auf das Wetter zurückzuführen sei, vernahmen die Aktionäre am Samstag im Kursaal Interlaken: «Bis Ende Juli 2016 blieben deshalb viele Ausflugsgäste weg.» Der Restaurationsumsatz nahm in der Folge um rund 3,2 Prozent ab.

Giessbach-Direktor Roman Codina blickt dennoch zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Er sieht aber Herausforderungen beim Personalaufwand: «Deshalb haben der Verwaltungsrat und die Direktion beschlossen, durch eine neue strategische Ausrichtung die Personalkosten zu senken.»

«Während andere Hotels dieser Art von grossen Geldgebern unterstützt werden, muss das Giessbach wahrlich jeden Rappen umdrehen.»

Vera Weber, Verwaltungsratspräsidentin

VR-Präsidentin Vera Weber zeigte sich ebenfalls befriedigt über das gute Betriebsergebnis. Im Gespräch mit dieser Zeitung wies sie jedoch auf eine weitere Herausforderung für das altehrwürdige Haus an den Giessbachfällen hin: «Während viele andere Hotels dieser Art von grossen Geldgebern, Hotelgruppen oder Firmen mit riesigen Mitteln finanziell unterstützt werden, muss das Giessbach wahrlich jeden Rappen umdrehen.»

Deshalb würde sie für den sehr kostspieligen Unterhalt, für Erneuerungen und Neuinvestitionen im Giessbach gerne ebenfalls auf derartige Unterstützung bauen, meinte Vera Weber, die auch Präsidentin der Fondation Franz Weber ist.

Am Sonntag gab es für das Haus Giessbach noch eine weitere Aktualität: Brigit Wyss, Mitglied des Stiftungsrats von Giessbach dem Schweizervolk, hat durch ihre überraschende Wahl zur ersten Parteivertreterin der Grünen in den Solothurner Regierungsrat für nationale Aufmerksamkeit gesorgt.

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