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Schülerrückgang im Jubiläumsjahr

Die Noss spürte die geburtenschwachen Jahrgänge. Die Herausforderung wurde mit dem «Noss light»-Konzept bewältigt.

Die Klassenbesten der Abschlussklassen 2018 der Noss.
Die Klassenbesten der Abschlussklassen 2018 der Noss.
Heidy Mumenthaler

«Das Geschäftsjahr 2017/2018 war in zweifacher Hinsicht ein besonderes: Zum einen freuten wir uns, dass die Noss seit 70 Jahren besteht, zum anderen bereitete der Rückgang der Schülerzahlen etliche Sorgen», war aus dem Bericht des Verwaltungspräsidenten Urs Grossenbacher zu erfahren. Er gibt Einblicke in 70 bewegte Jahre Noss-Geschichte.

Einen Einbruch der Schülerzahlen verzeichnete ausgerechnet das Jubiläumsjahr. So waren Sofortmassnahmen gefordert. Mit «Noss light» wurde in beeindruckender Weise und mit dem Einbezug aller Betroffenen ein Konzept entwickelt und erfolgreich umgesetzt. «Die Neuorganisation hat sich positiv ausgewirkt, und wir können mit diesem Konzept auch in Zukunft auf schwankende Schülerzahlen reagieren», informierte der Verwaltungspräsident.

Ein kleiner Verlust

Durch die Reduktion von 4 auf 3 BWA-Klassen schloss das Geschäftsjahr nur mit einem kleinen Verlust ab. «Im laufenden Geschäftsjahr ist bereits wieder mit einem ausgeglichenen Abschluss zu rechnen. Schauen wir mit Zuversicht, aber auch mit Wachsamkeit in die Zukunft», forderte Grossenbacher die anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschafter auf. Die sieben Verwaltungsmitglieder stellten sich für weitere vier Jahre zur Verfügung und wurden einstimmig wiedergewählt.

Hoch hinaus

Dass vielfältige Auflockerungen im Schulalltag der Noss Tradition sind, kam an der Generalversammlung in kurzen Bildpräsentationen zum Ausdruck. Zum 70-jährigen Bestehen wurde getreu dem Noss-Motto «Leistungs- und niveaugerecht» ein Sternmarsch auf den Niesen unternommen. Die Schülerinnen und Schüler konnten entsprechend ihrer körperlichen Verfassung die Tourvariante selber auswählen. Alle erreichten etwas müde, aber glücklich den Gipfel.

Zwischenlösungen sind wirksam

Im aktuellen Bildungsbericht werden Zwischenlösungen als wenig wirksam bezeichnet. Dem widersprach der Noss-Direktor Jürg Blaser vehement und zeigte anhand zahlreicher Beispiele auf, wie gerade das 10. Noss-Schuljahr eine sinnvolle Massnahme für all jene ist, die sich aus unterschiedlichen Gründen dafür entschieden haben.

«Beinahe 100 Prozent der Noss-Abgängerinnen und Abgänger haben nach unserem niveaugerechten und zielorientierten Zwischenjahr eine Anschlusslösung gefunden und gehören nicht zu den 24 Prozent der Lernenden im Kanton Bern, die ihre Berufslehre bereits im 1. Lehrjahr wieder abbrechen», sagte Jürg Blaser.

Nicht nur schulische, auch persönliche Fortschritte seien nach dem Noss-Jahr erkennbar, sodass die Schülerinnen und Schüler auch wieder mit Freude zur Schule gehen würden. «Solch positive Rückmeldungen der Eltern bestärken uns, dass wir mit unserem 10. Schuljahr auch in Zukunft einem klaren Bedürfnis entsprechen», lautete Blasers Fazit.

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