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Ruth Schweikert ist am Literaturfestival dabei

Der neunte literarische Herbst in Gstaad bietet internationales Flair.

Einer der Höhepunkte wird die Lesung von Ruth Schweikert sein – hier bei der Verleihung des Kunstpreises Zürich. Foto: Doris Fanconi
Einer der Höhepunkte wird die Lesung von Ruth Schweikert sein – hier bei der Verleihung des Kunstpreises Zürich. Foto: Doris Fanconi

Bereits zum neunten Mal findet vom 11. bis 15. September das kleine, feine Literaturfestival Literarischer Herbst Gstaad statt, das jeweils ganz unterschiedliche Autorinnen und Autoren ins Saanenland, Obersimmental und Pays d’Enhaut bringt.

Seit Monaten ist das Organisationsteam an der Arbeit und freut sich auf interessante und anregende Begegnungen mit den eingeladenen Autorinnen und Autoren und dem literaturbegeisterten Publikum. Es reisen Autorinnen und Autoren aus der Schweiz, Österreich, Tschechien, der Ukraine und Frankreich ins Saanenland.

Lucas Gisi will den Zugang zur Lyrik öffnen

Auch dieses Jahr ist das Programm vielfältig und bunt. Ruth Schweikert erzählt eindrücklich von der Auseinandersetzung mit einer lebensbedrohenden Krankheit. Franz Dodel stellt im Gespräch mit Lucas Gisi sein Endlos-Haiku vor und öffnet so den Zugang zu Lyrik, die immer noch als schwierig gilt.

Mit Kathy Zarnegin kann man erleben, was es heisst, als 14-Jährige allein aus dem Iran in die Schweiz zu kommen und hier Fuss zu fassen.

Laurence Boissier nimmt das Publikum mit auf «Safari» – und dies zweisprachig. Jaroslav Rudiš fährt mit «Winterbergs letzte Reise» durch Mitteleuropa im 20. Jahrhundert. Mit Kathy Zarnegin kann man erleben, was es heisst, als 14-Jährige allein aus dem Iran in die Schweiz zu kommen und hier Fuss zu fassen.

Das namhafte Trio Krneta, Sterchi und Lenz

Guy Krneta, Beat Sterchi und Pedro Lenz bringen den «Schweizer Robinson» von Johann Rudolf Wyss mit. Laura Freudenthaler erzählt, wie sich der Bezug zur Realität langsam verwischen kann. Tanja Maljartschuk blickt auf den langen Konflikt in der Ukraine. Sie wird mit Jaroslav Rudiš am Freitag, 13. September, in der Kirche Zweisimmen lesen. Die musikalische Umrahmung gestaltet dabei der Cantate Chor Zweisimmen mit Liedern von Joseph Haydn und Johannes Brahms. Am Klavier spielt Reto Reichenbach, Turbach. Klaus Burkhalter, Zweisimmen, leitet den Chor.

Den Auftakt macht Géraldine Schwarz mit einer Lesung in Château-d’Oex (französisch). Sie wird ihr Buch «Die Gedächtnislosen/Les Amnésiques» vorstellen, in dem sie die Geschichte von ihren beiden Grossvätern mit der Geschichte Frankreichs und Deutschlands im 20. Jahrhundert verknüpft. Wie aktuell die Fragen sind, die sie sich dabei stellt, wird an diesem Abend bestimmt einen der Schwerpunkte im Gespräch bilden.

Kinder werden mit auf eine Reise genommen

Das letztes Jahr erstmals durchgeführte Leseabenteuer für Kinder wird auch dieses Jahr wieder stattfinden. Guy Krneta (Lesung), der auch teilweise im Kiental zu Hause ist, und Michael Pfeuti (musikalische Begleitung) nehmen die Kinder auf eine ganz spezielle Reise durch Text und Musik mit.

Eine Kooperation mit dem Gymnasium

Die Verantwortung für das Programm liegt bei Liliane Studer (Brig), unterstützt von Reto Sorg (Bern), während die lokale Organisationsgruppe (Beat Michel, Rosa Reiter, Markus Iseli, Klaus Breuninger) die Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort kennt und die Zusammenarbeit mit ortsansässigen Partnern garantiert. Von grossem Wert ist die Kooperation des Literarischen Herbst mit dem Gymnasium Interlaken/Gstaad. In vier Klassen werden die Texte der eingeladenen Autorinnen und Autoren gelesen und besprochen, es gibt Werkstätten mit Beat Sterchi, und die Schülerinnen und Schüler besuchen Lesungen.

2019 wird erstmals auch ein Autor (Guy Krneta) nach Interlaken ans Gymnasium reisen und dort die Jugendlichen zu einer Lesung mit Gespräch treffen. Der Literarische Herbst Gstaad bietet im Weiteren ein neues weiterführendes Angebot: Gemeinsam mit der Gemeindebibliothek Gsteig organisiert er eine Schreibwerkstatt für alle, die Freude am Schreiben haben. An zwei Abenden (25. September, 25. Oktober) wird an Texten gearbeitet. Den Abschluss bildet eine öffentliche Lesung am 8. November.

www.literarischerherbst.ch

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