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Rat sagt Ja zum Bahnkredit

Der Kredit zum Ausbau der Rothorn-Bahn wurde grossmehrheitlich bewilligt. Das war eine «riesengrosse» Erleichterung für den Verwaltungsratspräsidenten.

Die Bahn brauchte das Geld für neues Rollmaterial und Schienen.
Die Bahn brauchte das Geld für neues Rollmaterial und Schienen.

Die Debatte war mit rund 5 Minuten äusserst kurz, gestern Nachmittag im Grossen Rat, bevor es zur Abstimmung kam. «We ner no nid mit däm Bähnli gfahre sid, de machets», ermunterte Baudirektorin Barbara Egger-Jenzer vor der Abstimmung die Anwesenden. Die Bahn brauche das Geld für neues Rollmaterial und Schienen. Mit 125 Ja-, 2 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen beschloss der Grosse Rat der Brienz-Rothorn-Bahn (BRB) den nötigen Sanierungsbeitrag von 5,2 Millionen Franken.

«Die Erleichterung ist riesengross», sagte nach der Debatte Peter Flück, Verwaltungsratspräsident der BRB und Grossrat. «Das ist eine bedeutende Bescherung zum Abschluss des Jubi­läums 125 Jahre Brienz-Rothorn-Bahn.» Die Bemühungen des ­Verwaltungsrates, der Geschäftsleitung und der Mitarbeitenden während der letzten Jahre hätten sich gelohnt, «wir können weiterfahren . . .» In Kommissionen sei das Geschäft intensiv diskutiert worden, im Grundsatz aber nie bestritten gewesen. «Doch bis abgestimmt worden ist, kann man nie sicher sein.» Doch er beruhigte: «Ein solcher Investitionsbedarf in die Strecke ist erst wieder in ungefähr 100 Jahren fällig», so Peter Flück.

Für Konzession notwendig

Der vom Grossen Rat genehmigte Kantonsbeitrag von total 5,2 Millionen Franken wird durch die BRB für Erneuerungen der Gleisanlagen im oberen Streckenteil verwendet (wir haben berichtet).

Aber auch für die Sanierung des historisch wertvollen Rollmaterials der nostalgischen Zahnradbahn. «Die Unterstützung aus Bern zeigt, dass die BRB als Kulturgut anerkannt und als Touristenmagnet für die Region geschätzt wird», sagt Flück. Die Sanierungen sind für die anstehende Erneuerung der Konzession unabdingbar. Der BRB wurde auch die Rückzahlung eines kantonalen Darlehens von 1,5 Millionen Franken erlassen. «Das verbessert die Bilanz, hilft bei der Kapitalbeschaffung und erleichtert eine allfällige Kapitalerhöhung.»

Getragen haben die Bahn in den vergangenen Jahren die Gönner der BRB und dafür laut Flück namhafte Beiträge geleistet. «Mit diesem Geld wurde der untere Streckenabschnitt weitgehend saniert.» Die Einnahmen aus dem Bahnbetrieb reichten aber nicht aus für notwendige Erneuerungsarbeiten. Deshalb sei man froh, dass der Kanton helfe, wichtige Teile der Bahn für kommende Generationen instand zu halten. Die Sanierung der Gleisanlagen erfolgt im nächsten Sommer – ausschliesslich nachts, ohne Störungen des Normalbetriebs.

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