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Spiezer Mordprozess: Der Angeklagte schweigt

Die Doppeltötung von Spiez wird derzeit verhandelt. Auffallend waren am ersten Prozesstag der freundlich auftretende, mutmassliche Täter, emotionale Reden von Hinterbliebenen und die Ausführungen des Gerichtsmediziners.

Der 48-jährige Täter nahm am 13.12.2016 das Urteil des Regionalgerichts in Thun ohne sichtbare Emotionen entgegen. Eine Woche später wurde auch sein Sohn verurteilt. Zeichnung: Karin Widmer
Der 48-jährige Täter nahm am 13.12.2016 das Urteil des Regionalgerichts in Thun ohne sichtbare Emotionen entgegen. Eine Woche später wurde auch sein Sohn verurteilt. Zeichnung: Karin Widmer
Eine einzige DNA-Mischspur wurde im Raum gefunden, wo der Heimleiter und seine Freundin erstochen wurden. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Material vom Angeklagten stammt, betrage 99,999999999999999999 Prozent.
Eine einzige DNA-Mischspur wurde im Raum gefunden, wo der Heimleiter und seine Freundin erstochen wurden. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Material vom Angeklagten stammt, betrage 99,999999999999999999 Prozent.
Keystone
Die Polizei tappte lange im Dunkeln. Erst am Freitag, 28.11.2014, konnten die Staatsanwaltschaft Oberland und die Kantonspolizei einen möglichen Fahndungserfolg vermelden.
Die Polizei tappte lange im Dunkeln. Erst am Freitag, 28.11.2014, konnten die Staatsanwaltschaft Oberland und die Kantonspolizei einen möglichen Fahndungserfolg vermelden.
Marius Aschwanden
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Mit abgewetztem, gestreiftem Kapuzenpulli, Trainerhose und Mütze begrüsste der mutmassliche Täter am Montag im Gerichtssaal in Thun die Richter, Anwälte und Zuschauer – freundlich, mehrmals. Danach schwieg er, denn zur Tat wollte er sich nicht äussern, als ihn der Gerichtspräsident befragen wollte.

Gesprochen haben indes Hinterbliebene des getöteten Heimleiters und dessen damaliger Partnerin, die der mutmassliche Täter zusammen mit seinem Sohn im kalten und regnerischen Mai 2013 in Spiez mit 65 und 56 Messerstichen getötet haben soll. Mehrere Dutzend Zuschauer und etliche Medienleute verfolgten den Prozess am Regionalgericht in Thun, die Polizei machte Eingangskontrolle.

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