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Drei Serben in U-Haft – Verdacht der Ausbeutung im Berner Oberland

In Gstaad und Saanen wurden zwei Frauen und ein Mann in Untersuchungshaft versetzt, welche serbische Putzfrauen illegal beschäftigt und ausgebeutet haben sollen.

Die Verdächtigen sollen die Arbeitskräfte an Dritte weitervermittelt haben.
Die Verdächtigen sollen die Arbeitskräfte an Dritte weitervermittelt haben.
iStock

Zwei Frauen und ein Mann aus Serbien sind im Kanton Bern in Untersuchungshaft versetzt worden. Sie stehen unter dringendem Verdacht, Putzfrauen in den Ferienorten Saanen und Gstaad jahrelang ausgebeutet zu haben.

Das teilte die kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben am Montag mit. Bereits letzte Woche hatte sie über ihre Aktion gegen die Ausbeutung von Arbeitskräften im Berner Oberland berichtet.

Die aufwändigen Ermittlungen seien weiterhin im Gang, hiess es am Montag. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen holte das Trio vor allem Serbinnen in die Schweiz und vermittelte sie im Oberland als Reinigungskräfte und Haushälterinnen an Dritte.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frauen regelmässig überlange Arbeitstage leisten mussten, in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und zu Konditionen massiv unter dem branchenüblichen Mindestgehältern entlöhnt wurden. Freizeit und Ruhetage seien ihnen nicht gewährt worden.

Im Zuge der Aktion von vergangener Woche wurden auch sieben mutmassliche Opfer angehalten, allesamt Serbinnen. Für sie wurden teilweise Schutzmassnahmen eingeleitet.

(SDA)

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