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Platz für Randständige bleibt vorerst zu

Der Platz für Randständige in der Lanzenen in Interlaken bleibt weiterhin geschlossen. Der Gemeinderat will die Situation zuerst genau analysieren.

Der Interlakner Gemeinderat hat beschlossen, den Platz für Randständige weiterhin geschlossen zu halten. (Symbolbild)
Der Interlakner Gemeinderat hat beschlossen, den Platz für Randständige weiterhin geschlossen zu halten. (Symbolbild)
Carmen Weder

«Wir möchten die Situation genau analysieren, darum bleibt der Platz vorläufig zu.» Das sagt Interlakens Vizegemeindepräsident Hans-Rudolf Burkhard zum Platz für die Randständigen in der Lanzenen. Die Randständigen hatten Anfang November ohne Bewilligung der Gemeinde ein Gebäude errichtet. «Dieses verstösst auch gegen das Flussufergesetz», erklärt Burkhard. Deshalb liess die Gemeinde das Gebäude vor gut zwei Wochen entfernen und den Platz schliessen.

17 Personen angehalten

Am 1. November stellte die Kantonspolizei Bern ausserdem auf dem Platz verschiedene Betäubungsmittel sicher. «Wir haben – gestützt auf unsere Ermittlungen – eine koordinierte Kontrolle durchgeführt», bestätigt Mediensprecher Dominik Jäggi auf Anfrage. Dabei seien 17 Personen angehalten worden. «Eine Frau befindet sich im Zusammenhang mit einem laufenden Strafverfahren wegen Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz in Untersuchungshaft», so Jäggi. Die restlichen 16 Personen wurden entlassen.

Ein «Bödeli-Problem»

Der Interlakner Gemeinderat hat beschlossen, den Platz weiterhin geschlossen zu halten. «Wir sind nach wie vor an einer Lösung interessiert, wollen aber nichts überstürzen», sagt Hans-Rudolf Burkhard. Auch andere Stand­orte würden geprüft, nicht nur in Interlaken. Burkhard: «Das Problem ist kein Interlaken-Problem, sondern ein Bödeli-Problem.» Man wolle auch nicht riskieren, dass sich die Szene aus Bern, namentlich von der Reitschule, nach Interlaken ausbreite.

«Der harte Kern an Leuten, die den Platz nutzen, beträgt etwa 20 bis 30 Personen», sagt Burkhard. Bis zum Sommer hatten sich beim alten Platz an der Schiffländte beim Westbahnhof auch noch Jugendliche und unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) aufgehalten. Burkhard: «Diese kommen nicht in die Lanzenen, respektive die UMA sind nicht mehr da, weil die Unterkunft in Unterseen geschlossen wurde.» Der Gemeinderat suche im Rahmen der Analyse auch das Gespräch mit Contact Mobil. Das Team sorgt für den Austausch zwischen Gemeinde und Randständigen.

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