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Petition zeigt Wirkung: Rat krebst zurück

Die Ortsdurchfahrt wird nicht zur Tempo-30-Zone. Dies hat der Frutiger Gemeinderat entschieden und hebt damit seinen Beschluss von Ende November 2017 auf.

Der Frutiger Gemeinderat hat seinen Entscheid für Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt revidiert.
Der Frutiger Gemeinderat hat seinen Entscheid für Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt revidiert.
Beat Mathys

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt Frutigen hat sich der Gemeinderat im November vergangenen Jahres im Rahmen einer Mitwirkung für Tempo 30 entschieden und dies dem Kanton mitgeteilt. Denn wie schnell auf den Strassen gefahren werden kann, entscheidet der Kanton Bern.

Mehr als ein halbes Jahr später macht der Gemeinderat eine Kehrtwende und schreibt jetzt unter anderem in einer Medienmitteilung: «Der Rat entschied nun, dass die heutige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern beibehalten wird.» ­Damit wird der Beschluss der ­Exekutive aufgehoben.

«Die heutige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern wird beibehalten. Damit wird der Entscheid vom November 2017 aufgehoben.»

Aus der Mitteilungdes Gemeinderates Frutigen

Bürger wehrten sich

Ursprung für das Zurückkrebsen ist die Petition (1364 Unterschriften) vom vergangenen April. Darin wird der Rat aufgefordert, seinen «Novemberentscheid» zurückzunehmen. Begründet wurde die Eingabe unter anderem damit, dass die Einwohner von Frutigen kein Tempo 30 wollen. Die Volksinitiative «Strasse für alle», welche innerorts generell diese Limite verlangt, wurde vom Frutiger Stimmvolk mit 83,2 Prozent und im Kanton mit 77,9 Prozent massiv abgelehnt.»

Sowohl auf Kantons- wie auf Bundesebene seien Vorstösse hängig, welche auf Hauptverkehrsachsen innerorts Tempo 50 verlangen, schrieben die Petitionäre weiter und wiesen darauf hin, dass «in der Ortsplanung Korridore für die Umfahrung Frutigen in Richtung Adelboden ausgeschieden sind. Der Kanton habe das Projekt mehrmals hinausgeschoben».

Bei der Realisierung einer Dorfumfahrung könne dann über Tempo 30 diskutiert werden. Der Kanton werde dabei aufgefordert, dieses Umfahrungsprojekt zu beschleunigen.

Neue Räte und Petition

Frutigens Gemeinderatspräsident Hans Schmid räumte am Dienstag auf Anfrage ein, dass der Widerstand aus der Bevölkerung mittels der Petition einerseits, aber auch die neue Zusammensetzung des Gemeinderats seit Anfang Jahres die wesentlichsten Gründe seien, dass der Entscheid vom November zurückgenommen wurde.

«Was noch dazukommt, ist, dass der Rat sich von Oberingenieur Markus Wyss und dessen Stellvertreter Stefan Schöni nochmals umfassend über die Situation informieren liess und die Kommission Tiefbau, Verkehr und Wasserbau zwecks Einhaltung des Instanzenweges nochmals die Vorlage beurteilte» sagte Hans Schmid. Anschliessend habe sich der Gemeinderat mehrheitlich für die Beibehaltung der Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern entschieden und dies dem Kanton Bern so mitgeteilt.

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