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Nur noch ein Trottoir für mehr Sicherheit

Das Parlament genehmigte die Sanierung der Beau-Rivage-Brücke für 1,26 Millionen Franken. Der Gehweg auf der Ostseite wird aufgehoben.

Der Gehweg rechts soll bei der dringend nötigen Sanierung der Beau-Rivage-Kreuzung aufgehoben werden.
Der Gehweg rechts soll bei der dringend nötigen Sanierung der Beau-Rivage-Kreuzung aufgehoben werden.
Bruno Petroni

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der Grosse Gemeinderat (GGR) stimmte am Dienstag der Sanierung der Beau-Rivage-Brücke zu. Noch vor zehn Monaten zog der Gemeinderat das Geschäft während einer GGR-Sitzung zurück. Einerseits aus finanziellen Überlegungen, andererseits weil die vorge­sehene Fussgängerführung kritisiert wurde.

Gemeinderat Kaspar Boss (SP) konnte das Geschäft zügig vor­stellen, «da es sich eigentlich kaum von der letzten Vorlage unterscheidet». Weiterhin ist geplant, das Trottoir an der Ostseite Richtung Bahnhof aufzuheben. Boss begründet diesen Entscheid mit der verbesserten Sicherheit.

So würden die Fussgänger gezwungen, die Strasse früher zu überqueren. «Und nicht im Bereich des Bahnübergangs, wo die Übersicht schlecht ist, die Autofahrer abgelenkt und mit höherem Tempo unterwegs sind.» ­Weiter soll nur noch ein Weg von der Aare auf Ringgenberger Seite hoch zur Strasse führen.

Synergien nutzen

Boss hält fest, dass die Möglichkeiten, die Fahrbahn zu verschmälern, beschränkt seien. «Die Strasse dient als Ausweichmöglichkeit, falls der Viadukt gesperrt ist, entsprechend braucht sie eine Mindestbreite.» Zum Projekt gehört auch eine Ver­besserung der Fussgängerführung im Bereich Englischer Garten und Beau-Rivage-Kreuzung.

Das Projekt sei mit der IBI, die gleichzeitig die Werkleitungen erneuern will, und der Harderbahn, die die Station behindertengerecht gestalten muss, ab­gesprochen. «Es sind drei separate Bauprojekte mit eigener Bauherrschaft, es ergeben sich aber Synergien.»

Weiter sei man auch mit der BLS im Gespräch, die den Bahnübergang modernisieren will. Dadurch sollen auch Zwischenfälle wie der Zusammenprall des ICE mit einem Reisebus im Mai 2016 verhindert werden.

Tragbare Kosten

Die Sanierung kostet die Gemeinde 1,26 Millionen Franken. Und hier wären wir beim zweiten Argument, das im August 2016 zum Rückzug geführt hatte. Das war aber ein Jahr reich an Investitionen. «Heuer stehen keine grossen Ausgaben mehr an, sodass wir unter der selbst gesetzten Budgetlimite von 5,2 Millionen Franken bleiben.»

Der Tenor in der Dis­kussion lautete, dass die Investition jetzt Sinn mache, da sie bei einem erneuten Aufschub in einer Zeit anfallen könnte, wo der Finanzhaushalt stärker belastet sei oder höhere Kosten entstehen könnten. Der Kredit wurde ohne Gegenstimme gutgeheissen.

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