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Nachkredit für Leitungen wird an der Urne versenkt

Ein Kredit für zwei Sauberwasserleitungen im Grund erleidet in Grindelwald deutlich Schiffbruch.

Der Kredit für die neuen Leitungen im Bereich Grindelwald Grund wurde abgelehnt.
Der Kredit für die neuen Leitungen im Bereich Grindelwald Grund wurde abgelehnt.
pd

Überraschung in Grindelwald: Die Stimmbevölkerung lehnte am Sonntag einen Kredit von 590'000 Franken mit 538 zu 317 ab. Damit sollten zwei 100 Meter lange Sauberwasserleitungen samt baulichen Anpassungen im Bereich des Bahnhofs Grindelwald Grund finanziert werden.

Der Betrag wäre eigentlich zu tief für eine Urnenabstimmung. Er ist aber Teil der Erschliessung Grund. Dafür hatte die Gemeindeversammlung 2014 einen Kredit von über 1,9 Millionen Franken genehmigt. Da die 590'000 Franken hier dazugerechnet werden müssen, wurde die Limite von 2 Millionen überschritten und ein Urnenentscheid wurde nötig.

Gemeindepräsident ist überrascht

Auch Gemeindepräsident Christian Anderegg wurde vom Nein überrascht. «Wir wussten aber, dass es kein Selbstläufer wird.» Wahrscheinlich habe man das Geschäft zu rasch aufgegleist, sodass zu wenig Zeit für Informationsarbeit blieb.

Die neuen Leitungen sollten dafür sorgen, dass weniger Sauberwasser in die ARA gelangt. Denn bei der Überprüfung der Abwasserqualität stellte der Kanton fest, dass 55 Prozent des Wassers, das in die ARA Grindelwald eingeleitet wird, Sauberwasser ist. Für einen guten und wirtschaftlichen Klärbetrieb sollte der Sauberwasseranteil nicht über 30 Prozent liegen.

Gemäss Anderegg werde jetzt die Erschliessung Grund wie geplant und ursprünglich genehmigt durchgeführt. «Die Leitungen dürften dann in sechs, sieben Jahren wieder Thema werden.»

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