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Membrane für sauberes Wasser

Die ARA Lauterbrunnen ist für rund 9 Millionen Franken fit gemacht worden. Am Samstag öffnet sie ihre Türen für die Bevölkerung.

Die Erneuerungen der ARA Lauterbrunnen fanden hauptsächlich indoor statt.
Die Erneuerungen der ARA Lauterbrunnen fanden hauptsächlich indoor statt.
Anne-Marie Günter

Die Gemeinde Lauterbrunnen war einst spät dran: Erst ab 1988 klärte sie ihr Abwasser in einer Anlage im Lochweidli. Sie kostete inklusive Zuleitungen 24 Millionen Franken. 2009/2010 wurden die Steuerungen für 1,6 Millionen erneuert. Klar war damals, dass die ARA in absehbarer Zeit ertüchtigt werden müssen würde. Ein Problem in Lauterbrunnen: In den Spitzenzeiten in der Wintersaison fällt rund zehn- bis elfmal mehr Abwasser an als in Zeiten mit wenig Gästen.

Ein weiteres Problem war, dass die Platzverhältnisse im Lochweidli keine Erweiterung des Perimeters erlauben. «Wir haben ein Verfahren gewählt, das bessere Reinigungsleistungen bringt und weniger Platz braucht. Es ist speziell, dass man von aussen nichts sieht», sagte Peter Hunziker von der Hunziker Betatech AG am Donnerstag an der offiziellen Einweihung der ARA-Ertüchtigung.

Die Firma führte diese, für welche die Stimmberechtigten 2015 einen 9-Millionen-Franken-Kredit gesprochen haben, als Generalunternehmer aus. Dass die Sanierung während des laufenden Betriebs zu erfolgen hatte, bedeutete eine Herausforderung.

Der Leiter ist stolz auf «seinen» Betrieb

Am Donnerstag begleitete Betriebsleiter Thomas Wenger kompetent und sichtlich mit Freude an der erneuerten Anlage die Gäste auf dem Weg vom Schmutzwasser – es kommt durch 60 Kilometer Leitungen aus allen Bezirken der Gemeinde und sogar vom Schilthorn – zum sauberen Wasser, das in die Weisse Lütschine geleitet wird. In Lauterbrunnen arbeiten die Bakterien – das Herzstück aller Kläranlagen. Indoor und erst noch abgedeckt von einer Bodenplatte.

Die anschliessende Trennung von Wasser und Klärschlamm erfolgt über die Membranfiltration: Feinste Hohlröhrchen sind zu Membranen zusammengefasst, durch die das biologisch gereinigte Wasser gesogen wird. Die Membranen sind so extrem fein, dass keine Bakterien durch­kommen.

Nicht alles gehört in die Toilette

Unterwegs auf dem Rundgang durch die Gebäude gabs etliche Pumpen und Steuerungen, Recyclinganlagen für den eigenen Wasser-, Wärme- und Strom­bedarf, das Labor und die Büroräume zu sehen, alles mit frischem Anstrich und ohne viel Geruchsemissionen. Was immer wieder zu Mehraufwand führt, sind Sachen, die nicht in die Toilette gehören: Besonders erwähnt hat Wenger die Wegwerffeuchttücher.

Am Samstag lädt die ARA Lauterbrunnen zwischen 10 und 15 Uhr die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür ein. Es gibt geführte Rundgänge. Für Speis und Trank ist gesorgt.

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