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Die Sportarena darf weiterleben

An der Gemeindeversammlung vom Freitag wurde über sehr wichtige Geschäfte abgestimmt. Dabei wurden die Anträge des Gemeinderats klar befürwortet.

Die Freizeit- und Sportarena in Adelboden darf dank höherer Beiträge weiter existieren.
Die Freizeit- und Sportarena in Adelboden darf dank höherer Beiträge weiter existieren.
Corina Kobi

Grosser Andrang in der Turnhalle Dorf: 327 Stimmberechtigte waren am Freitagabend bei der ordentlichen Gemeindeversammlung anwesend. Dass so viele und vor allem junge Leute kamen, hatte ganz sicher in der geplanten Beitragserhöhung für die Freizeit- und Sportarena (FSA) seinen Grund zu suchen.

Die finanzielle Lage eskalierte ins Negative, doch andererseits spielten touristische und sportliche Beweggründe mit, die Anlage zu erhalten. Gemeindeobmann Markus Gempeler verstand es sehr gut, die Wichtigkeit der Anlage zu betonen. Trotz einiger Voten eines Stimmbürgers, die Fortführung der angeschlagenen Sportarena aus finanziellen Gründen zu unterdrücken, wurde dem gemeinderätlichen Antrag mit klarer Mehrheit zugestimmt.

Ab 2020 bis 2032 (Ende der Amortisationspflicht) wird ein jährlich wiederkehrender Beitrag von 550'000 Franken (+150'000 Franken) ausgerichtet. Dabei wird die Summe zu je 50 Prozent zwischen Steuergeldern und Kurtaxen aufgesplittet.

Die Erhöhung des Gemeindebeitrags wird allerdings an diverse Auflagen geknüpft: Das Budget und die Rechnung der Freizeit- und Sportarena müssen jährlich dem Tourismus und der Gemeinde vorgelegt werden; fixe Öffnungszeiten in der Haupt- und womöglich in der Nebensaison; Überarbeitung der Leistungsangebote; Intensivierung der Vermarktung; Effizienzsteigerung der Führungsstruktur sowie Ausrichtung der FSA.

Positive Jahresrechnung

Bei allen anderen Geschäften wurde die Diskussion nicht verlangt. Mit keinen oder sehr wenigen Gegenstimmen gingen alle Traktanden über die Bühne. Darunter fiel auch die zukunftsweisende definitive Einführung der Schulsozialarbeit im Kander- und im Engstligental zum 1. Januar 2020 mit 25 Stellenpro­zenten für Adelboden, sofern alle anderen Gemeinden im Einzugsgebiet auch ihr Einverständnis geben. Der Gemeinderat erhielt dafür die Kompetenz für einen Vertragsabschluss.

Die Jahresrechnung 2018 schloss mit einem Ertragsüberschuss von 343486 Franken positiv ab. Der allgemeine Haushalt erzielte eine schwarze Null, Überschüsse gab es beim Abwasser (327'496 Franken) und beim Abfall (15'990 Franken). Die Nettoinvestitionen betrugen insgesamt 6,98 Millionen Franken. Zudem wurde ein Nachkredit in Kompetenz der Gemeindeversammlung von 707'409 Franken gesprochen.

Kurze Versammlung

Das Stimmvolk befürwortete auch die längst fällige Sanierung des Pausenplatzes beim Schulhaus Dorf sowie die Brückenbauten Riseten- und Oeysträssli (im Zusammenhang mit dem Hochwasserprojekt Schrenzigraben mit Verpflichtungskrediten von total 2,2 Millionen Franken).

Ohne Vorbehalt wurden auch die notwendigen Anpassungen im Gemeindeanlagenbenützungs- und im Personalreglement gutgeheissen. Zum Schluss der relativ kurzen Versammlung von 75 Minuten nahm der Souverän Kenntnis von zwei abgeschlossenen Kreditabrechnungen mit Unterschreitungen von 50'500 Franken.

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