«Man kann nicht einfach alles verbieten»

Reichenbach

Alt-Jagdinspektor Peter Juesy referiert in Reichenbach über Hirsch, Wolf, Luchs und Bär.

2019 ein volles Vortragsprogramm: Peter Juesy.

2019 ein volles Vortragsprogramm: Peter Juesy.

(Bild: Bruno Petroni)

Volle Vortragsagenda für den kantonalen Jagdinspektor im Ruhestand Peter Juesy: Heute in einer Woche führt er die erste von drei Wildtierbegehungen bei der Schwandegg (Niesen) durch. In Zusammenarbeit mit der Niesenbahn sind am 20. August und am 8. Oktober zwei weitere Führungen draussen im Gelände geplant.

Gut möglich, dass es am Schluss wiederum mehr werden, denn schon letztes Jahr führte Juesy aufgrund der grossen Nachfrage nebst den drei ausgeschriebenen Wildtierexkursionen im Bereich der Mittelstation Schwandegg der Niesenbahn gleich noch drei weitere Events durch. «Gruppen von mehr als 30 Personen machen keinen Sinn. Ideal sind bis zu 20 Leute pro Exkurs», sagt der 64-jährige Scharnachtaler.

Auch im Suldtal

«Ich werde nicht müde, den Menschen anhand des Beispiels Niesen zu zeigen, dass ein störungsfreies Nebeneinander der Menschen, von deren Nutztieren und der Wildtiere möglich ist.» So wird Peter Juesy seinen Gästen bei einem Spaziergang ab der Schwandegg die Aufenthaltsreviere der Raufusshühner, Rothirsche und Rehe zeigen. «Auch möchte ich die Leute dazu motivieren, zur grossen Artenvielfalt Sorge zu tragen. Man kann und soll nämlich nicht einfach alles verbieten, sondern vielmehr die Freizeitler gut aufklären.»

«Auch möchte ich die Leute dazu motivieren, zur grossen Artenvielfalt Sorge zu tragen.»Peter Juesy?Kantonaler Jagdinspektor im Ruhestand

Der Niesen hat mit seinen unterschiedlichen Expositionen und unberührten Gebieten eine wichtige Funktion für Wildtiere erhalten und beherbergt seit wenigen Jahren gar wieder den Rothirsch. Um diesen geht es auch in Juesys Vortrag am 23. August (20 Uhr) im Saal des Restaurants Pochtenfall im Suldtal. Und schon eine Woche zuvor referiert Peter Juesy zur selben Uhrzeit am selben Ort über die Chancen, Risiken und Herausforderungen in Bezug auf den Luchs, den Wolf und den Bären in der Schweiz. Beide Abende sind gratis und erfordern keine Voranmeldung.

13. November in Frutigen

Schliesslich tritt Juesy am 13. November um 19.45 Uhr auch in der Volkshochschule Frutigen auf. Thema des Abends werden der Steinbock, der Adler, der Bartgeier und die Gämse sein. Juesy: «Nachdem diese vier Arten Anfang des 19. Jahrhunderts fast gänzlich ausgerottet waren, können heute auch im Kandertal wieder Exemplare bewundert werden.» Peter Juesy wird zeigen, wie die Steinböcke und Bartgeier wieder angesiedelt wurden und Gämsen und Steinadler sich dank eidgenössischer Jagdbanngebiete und einer effizienten Wildhut rasch erholten.

Volle Vortragsagenda für den kantonalen Jagdinspektor im Ruhestand, Peter Juesy: Heute in einer Woche führt er die erste von drei Wildtierbegehungen bei der Schwandegg (Niesen) durch. In Zusammenarbeit mit der Niesenbahn sind am 20. August und 8. Oktober zwei weitere Führungen draussen im Gelände geplant.

Gut möglich, dass es am Schluss wiederum mehr werden, denn schon letztes Jahr führte Juesy auf Grund der grossen Nachfrage nebst der drei ausgeschiebenen Wildtierexkursionen im Bereich der Mittelstation Schwandegg der Niesenbahn gleich noch drei weitere Events durch. «Gruppen von mehr als 30 Personen machen keinen Sinn. Am idealsten sind bis zu 20 Leute pro Exkurs», sagt der 64-jährige Scharnachtaler.

Auch im Suldtal

«Ich werde nicht müde, den Menschen anhand des Beispiels Niesen zu zeigen, dass ein störungsfreies Nebeneinander der Menschen, dessen Nutztieren und den Wildtieren möglich ist.» So wird Peter Juesy seinen Gästen bei einem Spaziergang ab der Schwandegg die Aufenthaltsreviere der Raufusshühner, Rothirsche und Rehe zeigen. «Auch möchte ich die Leute dazu motivieren, zur grossen Artenvielfalt Sorge zu tragen. Man kann und soll nämlich nicht einfach alles verbieten, sondern viel mehr die Freizeitler gut aufklären.»

Der Niesen hat mit seinen unterschiedlichen Expositionen und unberührten Gebieten eine wichtige Funktion für Wildtiere erhalten und beherbergt seit wenigen Jahren gar wieder den Rothirsch. Um diesen geht es auch in Juesys Vortrag am 23. August (20 Uhr) im Saal des Restaurants Pochtenfall im Suldtal. Und schon eine Woche zuvor referiert Peter Juesy zur selben Uhrzeit am selben Ort über die Chancen, Risiken und Herausforderungen in Bezug auf den Luchs, den Wolf und den Bär in der Schweiz. Beide Abende sind gratis und erfordern keine Voranmeldung.

13. November in Frutigen

Schliesslich tritt Juesy am 13. November um 19.45 Uhr auch in der Volkshochschule Frutigen auf. Thema des Abends werden der Steinbock, Adler, Bartgeier und die Gämse sein. Juesy: «Nachdem diese vier Arten Anfang 19. Jahrhundert fast gänzlich ausgerottet waren, können heute auch im Kandertal wieder welche bewundert werden.» Peter Juesy wird zeigen, wie die Steinböcke und Bartgeier wieder angesiedelt wurden, und Gämsen und Steinadler sich dank Eidgenössischer Jagdbanngebiete und einer effizienten Wildhut rasch erholten.

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