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Kurt Bühler war das grosse Los

Auf dem Bauernhof von Adolf Zwahlen in Matten wurde Kurt Bühler mit seiner Familie für die 40-jährige Arbeit als Käser und Senn auf der Alp Scherpfenberg geehrt.

Kathrin und Kurt Bühler kehren mit dem schön geschmückten Vieh in die Ställe von Matten zurück.
Kathrin und Kurt Bühler kehren mit dem schön geschmückten Vieh in die Ställe von Matten zurück.
Anne-Marie Günter

«Wir haben das grosse Los gezogen, als wir 1978 Kurt Bühler als Zusenn wählten», sagte Landwirt Adolf Zwahlen bei einer kleinen Feier auf seinem Hof in Matten. Zwahlen ist Betreiber der Alp Aellgäu-Scherpfenberg in der Gemeinde Habkern. Seine Ansprache begleitete das Vieh mit Glockengeläute. Dieses durfte, nachdem es seit morgens um 6 Uhr unterwegs gewesen war, auf der Matte mitten im Dorf Matten weiden.

43 Kühe, 13 Kälber und 12 Rinder waren während des Sommers von Kurt Bühler, seiner Frau Kathrin als Zusenn und in seiner Freizeit und den Ferien von Sohn Fabian betreut worden. Für 25 Maischen (junge Kühe) sorgte Josef Thalmann. Seit 1983 ist Kurt Bühler Käser auf der Alp Scherpfenberg. Der traditionelle Alpabzug kam gegen Mittag in Matten an. Auf dem letzten Stück Weg, quer durch Interlakens Verkehr und staunende Touristen, wurde er ehrenamtlich begleitet von Männern des Verkehrsklubs Matten.

«Wir durften jeweils Kurt Bühler am Anfang des Alpsommers das Vieh übergeben und wissen, dass es wohlbehalten zurückkommt. Er hat sich sehr gut und fachkundig um die Tiere gekümmert», sagte Zwahlen. Dazu war die Qualität des produzierten Alpkäses stets ausgezeichnet. Kathrin Bühler erzählt von Arbeitstagen, die von 5 Uhr in der Frühe bis 21.30 Uhr in der Nacht dauern.

Rein äusserlich zeigte der schöne Kopfschmuck des Viehs mit frischen Tannen und bunten selbst gemachten Papierblumen, wie stark Bühlers mit der traditionellen Alpwirtschaft verbunden sind. Wenn es bestehende ­gesundheitliche Probleme er­lauben, könnten Bühlers auch nächsten Sommer auf der Scherpfenalp anzutreffen sein.

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