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Klimastreik ist in Interlaken angekommen

80 Personen demonstrierten für den Klimawandel. Erstaunlich wenig Junge.

Nathalie Günter
Am Samstag fanden sich etwa 80 Leute zur Demonstration für den Klimawandel auf dem Marktplatz ein.
Am Samstag fanden sich etwa 80 Leute zur Demonstration für den Klimawandel auf dem Marktplatz ein.
Nathalie Günter
Nach diversen Voten, unter anderem von Branka Flury (SP), Genossenschaftspräsidentin Solar BeO Ost,  ...
Nach diversen Voten, unter anderem von Branka Flury (SP), Genossenschaftspräsidentin Solar BeO Ost, ...
Nathalie Günter
... oder GGR-Interlaken-Mitglied Dimitri Rougy (SP), ...
... oder GGR-Interlaken-Mitglied Dimitri Rougy (SP), ...
... ging der Umzug los.
... ging der Umzug los.
Nathalie Günter
Die Demonstranten zogen vom Marktplatz Richtung Schlauch ...
Die Demonstranten zogen vom Marktplatz Richtung Schlauch ...
Nathalie Günter
... und dann weiter Richtung Höhematte los. Und vermischten sich zuweilen mit den Touristen.
... und dann weiter Richtung Höhematte los. Und vermischten sich zuweilen mit den Touristen.
Nathalie Günter
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Der Klimastreik erreicht das Land und die Agglomeration: Nach den Demonstrationen in den grösseren Schweizer Städten, fanden am Samstag an 30 Orten weitere Kundgebungen statt – eine davon auch in Interlaken. Etwa 80 Personen – vom kleinen Bub, über junge Frauen bis hin zum älterem Herr im Hemd – trafen sich um 14 Uhr auf dem Marktplatz.

Mit selbstgebastelten Plakaten standen die Demonstranten bereit und hörten zuerst die Rede von Branka Flury (SP), Genossenschaftspräsidentin Solar BeO Ost. Sie wartete vor allem mit Tipps auf, wie im Alltag die Solarenergie genutzt werden kann. «Macht die Wäsche am Tag, schaltet das Handy über Nacht aus, ladet den Boiler am Tag auf.» Denn der Strom soll dann genutzt werden, wenn er produziert wird.

« Mitspaziere, solidarisiere» und andere Parolen skandierten die Kundgebungsteilnehmer in Interlaken. Video: Nathalie Günter

GGR-Interlaken-Mitglied Dimitri Rougy (SP) rief in seiner Ansprache dazu auf, bei den Nationalratswahlen im Herbst an den Klimawandel zu denken. Danach übte Nina Kandera vom lokalen Organisationskomitee erste Voten.

Um 14.40 Uhr zogen die Demonstranten los: vom Marktplatz durch den Schlauch Richtung Höhematte. «Ufe mit de Klimaziu, abe mitem CO2» oder «Solidarisiere, mitspaziere» hallte über die Höhematte. Nicht nur die lokalen Journalisten zückten die Kamera, auch zahlreiche Touristen machten ein Foto. Demonstranten und Feriengäste vermischten sich zuweilen. Nach einer halben Stunde kehrte der Umzug zurück auf den Marktplatz, wo die Demonstration ausklang.

Ist Streiken uncool?

Mit der Anzahl Demonstranten ist sie «mehr oder weniger» zufrieden. Das lokale Organisationskomitee um die junge Mattner Gymnasiastin hat via Facebook, Instagram zum Streik aufgerufen und alle Plakate selbst gebastelt. «Und ich habe viele Flyer verteilt, auch am Gymnasium».

Vor allem bei den Jungen hat der Aufruf aber nicht so gefruchtet. Zum Beispiel vom Gymnasium seien nur fünf Leute da. Kandera führt das darauf zurück, dass sich hier viele im täglichen Leben nicht direkt mit dem Klimawandel konfrontiert fühlen. «Und am Gymnasium wird es ein bisschen als uncool wahrgenommen, sich im Klimastreik zu engagieren», so Kandera.

Die Anlässe auf dem Land finden als Vorläufer zum weltweiten Klimastreik vom 27. September und der Schweizer Klimademonstration vom 28. September in Bern statt.

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