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Klarinetten spielen «West Side Story»

Schon für die originale Orchesterbesetzung ist das Musical «West Side Story» nicht ganz ohne. In der Adaption für acht Ins­trumentalisten ist es sogar eine grosse Herausforderung. Dieser stellt sich das Ensemble «Clarinamici».

Die «Clarinamici» traten am Samstag in Spiez auf: Patrick Bader, Felix Heri, Martin Kunz, Jörg Burkhalter, Urs Heri, Susanne Burger, Brigitte Kunz-Burkhalter und Martin Schranz (v.l.)
Die «Clarinamici» traten am Samstag in Spiez auf: Patrick Bader, Felix Heri, Martin Kunz, Jörg Burkhalter, Urs Heri, Susanne Burger, Brigitte Kunz-Burkhalter und Martin Schranz (v.l.)
zvg

Warum denn in die Staaten reisen, wenn sie doch durch das Klarinettenensemble Clarinamici gleich ins Haus geliefert werden? Und dies sogar mit einer brandaktuellen Thematik, die sowohl musikalisch ausgedrückt wie auch erzählerisch erläutert wird. Am Samstag, 11. März, um 17 Uhr bringen acht Klarinettisten und Klarinettistinnen aus dem Raum Bern-Solothurn-Basel im Krankenheim Solina ein einstündiges Ständchen, welches einen einmaligen Ohrenschmaus verspricht.

Abmagerungskur vom Feinsten

Leonard Bernsteins Musical «West Side Story» erfuhr durch das Arran­gement des Holländers Harmen van Schaik eine Abmagerungskur vom Feinsten, die erst noch perfekt auf die Besetzung zugeschnitten ist. Ein Mitglied der Clarinamici hatte dieses Juwel vor einiger Zeit entdeckt, und dabei ist es offensichtlich nicht ge­blieben. «Es ist eine grosse Herausforderung, die rhythmische Komplexität des Werkes ohne ­Dirigent und ohne Schlagzeug zu realisieren», betont Susanne Burger, Klarinettistin aus Spiez.

Parallel zu den von Sprecher Samuel Lanz eingestreuten Erzählersequenzen setzt das Ensemble die Geschichte – bei welcher es sich um eine moderne Fassung des Klassikers «Romeo und Julia» handelt – in Musik um. Diese zeigt sich in verschiedenen Charakteristiken, so etwa wütend, dissonant, brutal, aber auch harmonisch und zuweilen sehr romantisch.

Das Spektrum an Klängen, an Dynamik und des Ausdrucks einer Klarinette wird vor den Zuhörenden ausgebreitet, während zwei sich rivali­sierende Jugendbanden, die ­US-amerikanischen Jets und die puerto-ricanischen Sharks, die aufkeimende Liebe zwischen ihren Zugehörigen Maria und ­Tony tragisch vereiteln.

Das Ensemble Clarinamici verdankt seine Existenz einem Austauschprojekt mit Klarinettisten aus Bukarest und Bern. Die Erlebnisse auf Reisen wie in Konzerten und die Freude am Musizieren bildeten die Grundlage zu neuen Freundschaften und dem Wunsch, vermehrt gemeinsam zu musizieren. Heute sind noch vier der Gründungsmitglieder dabei. Doch der Geist des Ensembles ist derselbe geblieben.

www.clarinamici.ch

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