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Kampf gegen Grossraubtiere geht weiter

Die Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren kritisiert die Berner Regierung.

Man nehme die Anliegen der Bevölkerung nicht ernst, wenn es um die Regulierung von Luchs und Wolf gehe, findet Thomas Knutti, Präsident der Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren. (Symbolbild)
Man nehme die Anliegen der Bevölkerung nicht ernst, wenn es um die Regulierung von Luchs und Wolf gehe, findet Thomas Knutti, Präsident der Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren. (Symbolbild)
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«Mit grossem Erstaunen haben wir die Unterschriftensammlung gegen das revidierte Jagdgesetz zur Kenntnis genommen», teilt Thomas Knutti, Präsident der Vereinigung zum Schutz von Wild- und Nutztieren vor Grossraubtieren im Kanton Bern, mit.

Aus der Sicht der Vereinigung «ist die Haltung der Initianten unverantwortlich gegenüber sämtlichen Nutztierhaltern in der Schweiz, welche sich seit längerer Zeit griffige Massnahmen zur Bekämpfung der Wolfsproblematik gewünscht haben».

Mit der Lancierung des Referendums herrsche für die Nutztierhalter weiterhin grosse Verunsicherung, ob die dringende Regulierung des Wolfes in nützlicher Frist durch die Kantone möglich werde oder nicht.

«Die Haltung der Initianten gegenüber den Nutztierhaltern ist unverantwortlich.»

Thomas Knutti, Präsident der Vereinigung

Das revidierte Jagdgesetz sei keineswegs, wie es die Initianten nennen, «missraten». Es erlaube den Kantonen, Wölfe zu regulieren, welche für die Nutztiere gefährlich seien.

Regierung: «Keine Gefahr»

Mehr als sieben Monate nach der Einreichung einer Resolution habe der Regierungsrat nun doch noch darauf geantwortet. Mit einem «kurzen abschlägigen Brief» habe die Regierung Stellung bezogen und erklärt, dass der Wolf M76 keinerlei Gefahr darstelle und nicht zum Abschuss freigegeben werde.

Wie Präsident Knutti weiter mitteilt, nehme die Exekutivbehörde des Kantons Bern die Anliegen der Bevölkerung und Vorbehalte der Nutztierhalter «überhaupt nicht ernst, und man ist weiterhin nicht gewillt, beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) ein Gesuch zu stellen, um die gefährlichen Tiere Wolf und Luchs zu regulieren». Die Vereinigung verurteilt «die defensive Haltung des bernischen Regierungsrates sehr».

Man werde als Vereinigung mit einer eigenen DNA-Probe aufdecken, welcher Wolf in der Gemeinde Schangnau sein Unwesen treibt.

pd/hau

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