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Interlaken zeigt zwei Gesichter

Interlaken und Zollbrück haben sich im Hinspiel der Aufstiegsbarrage zur regionalen 2. Liga 2:2 getrennt. Die Berner Oberländer fanden zunächst besser ins Spiel, agierten aber in der zweiten Halbzeit zu passiv und wurden noch bestraft.

Duell auf Augenhöhe: Interlakens Luca Weinekötter (links) im Zweikampf mit Vladislav Spunda.
Duell auf Augenhöhe: Interlakens Luca Weinekötter (links) im Zweikampf mit Vladislav Spunda.
Walter Dietrich

400 Zuschauer liessen sich auf dem Sportplaz Lanzenen in Interlaken das Hinspiel der ­Aufstiegsbarrage zur regionalen 2. Liga gegen Zollbrück nicht entgehen. Sie dürften ihr Kommen nicht bereut haben, kamen sie doch in den Genuss einer sehr spannenden und hart umkämpften Partie mit zwei verschiedenen Halbzeiten. Dabei verspielten die Interlakner eine 2:0-Führung, mussten sich am Ende mit einem Remis begnügen.

Ein Umstand, der Markus Meer, Coach des FC Interlaken, natürlich nur bedingt gefiel: «Das Remis war am Ende gerecht, obschon wir mit zwei Toren in Führung lagen. Vielleicht ist es zu Beginn des Spiels für uns fast zu einfach gelaufen.» Warum seine Equipe das Spiel beinahe noch komplett aus den Händen gab, konnte der Coach nicht genau erklären, er zollte dem Gegner aber Respekt, «weil sie es mit ihrer Hartnäckigkeit schafften, unseren Spielfluss zu stören».

Zum Rückspiel, das am nächsten Samstag in Zollbrück stattfindet, sagte Meer: «Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir im Emmental wohl gewinnen.»Derweil bemängelte Zollbrück-Trainer Bruno Zaugg vorab die Startphase seiner Mannschaft. «Da haben wir sprichwörtlich geschlafen, waren nicht nahe genug bei den Gegnern.» Es bedurfte schon einer klaren Ansprache Zauggs in der Halbzeitpause, um seine Equipe endlich in die Spur zu bringen. «Mein Team hat mir bewiesen, dass es lebt. Deshalb sehen wir dem Rückspiel in einer Woche positiv entgegen. Wir haben heute eine gute Ausgangsbasis geschaffen.»

Buitenwerfs frühes Tor

Dabei hatte zunächst wenig auf ein Emmentaler Erfolgserlebnis hingedeutet. Mit einer Überrumpelungstaktik überfuhren die Platzherren die Gäste und gingen in der 5. Minute dank eines Treffers von Topskorer Simon Buitenwerf in Führung. Auch in der Folge forcierte Interlaken die ­Offensive, beanspruchte in der 16. Minute indes auch Glück, als Zollbrücks Vladislav Spunda nur die Unterkante der Latte traf. Interlaken blieb giftig und erhöhte das Skore in der 39. Minute durch Nils Oppliger sogar auf 2:0. Doch die Antwort der Zollbrücker folgte postwendend. FCZ-Stürmer Spunda liess sich nicht zweimal bitten und verkürzte noch vor der Pause auf 1:2 (42.).

Spunda, der Unruheherd

Auch in der zweiten Halbzeit blieben Intensität und Tempo hoch. Beide Teams schenkten sich nichts. Zollbrück übernahm immer mehr das Spieldiktat, Interlaken agierte nun etwas zu passiv und musste nach gut einer Stunde den Ausgleich des auffälligen Spunda hinnehmen. Zollbrück drückte danach mit Vehemenz auf die Führung, der omnipräsente Spunda traf aber nur den Pfosten (62.).

Und knapp zehn Minuten vor Ende der Partie rettete Interlakens Goalie Etienne Moser mit einer starken Parade gegen Spunda seinem Team das Remis. In dieser Phase wurde die Gangart auf dem Rasen zusehends rustikaler. Der kurz zuvor eingewechselte Interlakner Luca Wyss musste nach einem groben Foul vorzeitig unter die Dusche und wird seinem Team im Rückspiel fehlen. Letztlich blieb es beim 2:2-Remis, womit die Vorteile nun eher bei Zollbrück liegen dürften. Doch Interlaken hat in der ersten Halbzeit bewiesen, wozu es fähig ist.

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