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Hodel, Dumont und Matti wurden verabschiedet

Das Zweisimmer Stimmvolk hiess das defizitäre Budget und alle Sachgeschäfte gut. Erst dann wurden der Ratspräsident und zwei Gemeinderäte ihrer Ämter enthoben.

Verabschiedung aus dem Zweisimmer Gemeinderat (v.l.): Daniel Dumont, Ratspräsident Ernst Hodel und Matthias Matti.
Verabschiedung aus dem Zweisimmer Gemeinderat (v.l.): Daniel Dumont, Ratspräsident Ernst Hodel und Matthias Matti.
Fritz Leuzinger

Eingangs zur Zweisimmer Gemeindeversammlung gab die Dorfmusik um Hanspeter Janzi den Ton an. Die musikalische Harmonie übertrug sich im wahrsten Sinne auf die Politik und die anwesenden 105 Stimmberechtigten. Unter der Leitung von Gemeindepräsident Ueli Zeller waren sich das Stimmvolk und die Behörden einig. Allen fünf Sachvorlagen wie auch dem leicht rötlichen Budget 2020 wurde unisono zugestimmt.

Den Voranschlag für 2020 musste Finanzverwalter Silvio Maurer im Steuerhaushalt von rund 17 Millionen Franken Umsatz einen Aufwandüberschuss von 225750 Franken budgetieren. Die Steueranlagen von 1,8 Einheiten auf den Gemeindesteuern und 1,5 Promille Liegenschaftsteuer bleiben unverändert.

In seinem Rückblick bezeichnete Ratspräsident Ernst Hodel die sechs Jahre Finanzpolitik als Aufholphase: «Insgesamt wurden mit 25 Millionen grössere Projekte wie die Simmental-Arena mit Feuerwehrmagazin, das Sanierungspaket der Bergbahnen Destination Gstaad und verschiedene Strassenbauprojekte mitfinanziert. Das Fremdkapital ist von 3 auf 11 Millionen angewachsen.»

3 Millionen für Investitionen

Fast 3 Millionen sind für Investitionen vorgesehen. Der grösste Brocken von 850'000 Franken ist für den Unterhalt und die Erneuerungen der Strasseninfrastrukturen vorbestimmt. Darin enthalten sind die 375'000 Franken für die beschlossene Ey-Brücke über die Simme beim Camping. Für den Neubau stehen die Sicherheit und die Verbreiterung für schwere Fahrzeuge bis 18 Tonnen im Vordergrund, so Gemeinderat Ueli Gfeller, besonders die Erreichbarkeit des Quartiers auf der rechten Seite der Simme für Feuerwehr und Ambulanz sei ein Anliegen. Das zweite Kernstück ist die Einfahrt Steineggstrasse mit 245'000 Franken im Rahmen des Neubauprojekts «Gehweg Forellensee» des Kantons.

Zur Aufhebung der bald 70-jährigen Baulinienpläne war nach der Gemeindeverfassung als baurechtliche Grundordnung die geheime Zustimmung (mit 103 zu 1) zwingend. Gemeinderat Daniel Dumont: «Die Digitalisierung aller gültigen Planstände zur Aufnahme in den eidgenössischen Kataster sieht die Aufhebung der analogen Baulinienpläne Dorfzone 1 und Hofuregasse vor. Durch das Baureglement und das Strassengesetz des Kantons wurden die alten Dokumente hinfällig.»

Kita im freien Wettbewerb

Nach der dreijährigen Pilotphase der Schulsozialarbeit war nun die definitive Einführung auf den 1. August 2020 nicht umstritten. Auch zur Aufhebung des Zusammenarbeitsvertrags mit dem Verein Kita-Obersimmental als Folge der Einführung von Betreuungsgutscheinen für die familienergänzende Kinderbetreuung gab es keinen Gegenantrag. Dazu haben sich doch zahlreiche der Stimme enthalten. Die Kita Obersimmental unterliegt nun mit ihren insgesamt 22 Betreuungsplätzen in Zweisimmen und an der Lenk dem freien Wettbewerb.

Mit einem Querschnitt durch ihre breit gefächerten Tätigkeiten wurden Gemeinderat Matthias Matti (Volkswirtschaft; er ist ins Berner Mittelland gezogen) sowie Gemeinderatspräsident Ernst Hodel (Präsidiales und Finanzen) und Gemeinderat Daniel Dumont (Hochbau und Planung), die nach anderthalb Amtsperioden zurücktreten, gewürdigt.

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