Heute startet das verrückte Rennen

Zwar fällt der Startschuss zum 9. X-Alps, dem verrückten Gleitschirmrennen quer über den europäischen Alpenkamm erst am Sonntag. Bereits heute Donnerstag findet in Wagrain aber der Prolog statt.

Chrigel Maurer unterwegs beim X-Alps 2017 in der Ebene von Turin.

Chrigel Maurer unterwegs beim X-Alps 2017 in der Ebene von Turin.

(Bild: Bruno Petroni)

Bruno Petroni

Einen zusätzlichen Nachtpass können sie lösen, die schnellsten 3 der 32 Teilnehmer heute am Prolog zum 9. X-Alps. So richtig los geht das 1138 Kilometer lange Rennen zu Fuss und mit dem Gleitschirm fliegend dann am Sonntagvormittag. Mit Christian Maurer und Patrick von Känel stehen diesmal zwei Berner Oberländer am Start. Die beiden werden es unter anderem mit gleich vier Franzosen zu tun bekommen, von welchen der letztmalige Zweite Benoît Outters zu favorisieren ist.

Auch Österreich mit drei Athleten und Italien mit deren zwei gehören zu den Spitzennationen. Mit dem Emmentaler Adrian Keller startet auch ein dritter Schweizer zum härtesten und längsten Gleitschirmrennen der Welt.

Wir stellen hier das X-Alps und die diesjährige Wettkampfroute vor, welche erstmals seit sechs Jahren wieder durchs Berner Oberland führen wird. Unten porträtieren wir alle vier Oberländer Piloten, die bisher am X-Alps teilgenommen haben oder dies tun werden.


Das X-Alps in Kürze

Das X-Alps ist ein alle zwei Jahre stattfindendes Gleitschirm-Biwak­rennen über den gesamten Alpenkamm mit Start in Salzburg und Ziel am Mittelmeer in Monaco – Distanz Luftlinie 1138 Kilometer. Bei diesem Anlass dürfen sich die 32 selektionierten und startenden Spitzensportler nur zu Fuss oder mit dem Gleitschirm fliegend fortbewegen. Auch zu Fuss müssen sie die gesamte Flugausrüstung stets mit sich führen, jedoch von einem Supporterteam logistisch und organisatorisch unterstützt werden.

Das X-Alps kannte in allen acht bisherigen Austragungen ausnahmslos Schweizer Sieger: 2003 gewann bei der Premiere der Bündner Kaspar Henny in 11 Tagen und 22 Stunden. 2005 und 2007 hiess der Sieger Alex Hofer (Heimberg). Seither stand nur noch Chrigel Maurers Name zuoberst. Wie hart und lang das X-Alps ist, zeigt die Ausfallrate; jedes Mal gibt fast die Hälfte der Teilnehmer das Rennen vorzeitig auf.

Auch die morgen Sonntag startende 9. Austragung des X-Alps wird wiederum auf dem Mozartplatz von Salzburg gestartet. Diesmal führt die Strecke mitten durch das Berner Oberland. Die Wendepunkte: Gaisberg (Salzburg), Wagrain-Kleinarl (Österreich), Aschau-Chiemsee (Deutschland), Kronplatz (Italien), Lermoos (Österreich), Davos, Titlis, Eiger, Mont Blanc, St. Hilaire (Frankreich), Monte Viso (Italien), Cheval Blanc und La Peille (Frankreich).

Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Rennstrecke erstmals fünfmal quer über den Alpenkamm führt. Den Kontrollpunkt Titlis müssen die Teilnehmer terrestrisch passieren, indem auf dem Gipfel eine Tafel zu signieren ist. Der Eiger kann in einem zu definierenden Zylinder passiert werden.

Auf www.redbullxalps.com kann das X-Alps im Internet laufend per Onlinetracking live mitverfolgt werden.


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