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«Herzen zum Strahlen bringen»

Auf dem Jaunpass geht Daniela Niederhauser-Gerber, Seelenzentrierter Coach, Architektin und Wanderleiterin, den Weg ihrer eigenen Bestimmung.

Blickt motiviert in die Zukunft: Daniela Niederhauser, zertifizierter Seelenzentrierter Coach und Architektin, in ihrem selbst entworfenen Zuhause auf dem Jaunpass.
Blickt motiviert in die Zukunft: Daniela Niederhauser, zertifizierter Seelenzentrierter Coach und Architektin, in ihrem selbst entworfenen Zuhause auf dem Jaunpass.
Ursina Humm

Es ist ein goldener Herbsttag, als Daniela Niederhauser beim Hochmoor auf dem Jaunpass in Sichtweite kommt. An ihrer Seite hüpft ein siebenjähriger Blondschopf, Julien. Mutter und Sohn nehmen alsbald Kurs in Richtung Bruchmandliweg. Auf den Spuren des Bruchmandli – dies auch der Titel des liebevoll gestalteten Bilderbuches – laden sowohl die Natur wie auch Julien zum Spiel ein.

Es ist ein Erlebnisweg, der von der naturliebenden vierzigjährigen Autorin des Buches miterschaffen wurde. Die Geschichte weist stark auf Daniela Niederhausers Herzensanliegen und ihre feine Persönlichkeit hin. Der Geist des Bruchmandli verbindet den Menschen mit sich selbst und mit der Natur als seinem Ursprung, öffnet Räume, die eine spielerische und liebevolle Begegnung möglich machen, und respektiert sein Gegenüber, ob es jetzt Mensch, Tier oder Pflanze sei.

Prägende Kindheit

Nachhaltig Räume schaffen – dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Biografie von Daniela Niederhauser. Ebenso die Naturverbundenheit. Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Oberwil und über viele Sommer auf der Alp bei Abländschen, war sie mit ihrem Vater von früh bis spät draussen unterwegs und legte liebend gerne Hand an. Eine Kindheit und Jugend, die prägte.

Blick motiviert in die Zukunft: Daniela Niederhauser, zertifzierter seelenzentrierter Coach und Architektin, in ihrem selbst entworfenen Zuhause auf dem Jaunpass. Bild: Ursina Humm
Blick motiviert in die Zukunft: Daniela Niederhauser, zertifzierter seelenzentrierter Coach und Architektin, in ihrem selbst entworfenen Zuhause auf dem Jaunpass. Bild: Ursina Humm

Nach der Lehre als Hochbauzeichnerin und später via Berufsmatur und Fachhochschulstudium als Architektin schuf sie Räume. Wohn- und Arbeitsräume, aber auch ihre eigenen Freiräume. So kam sie, weg vom Rhythmus des Bauernhofes, durch den SAC zum Bergsteigen und gewann sich so ihre Möglichkeit zur Regeneration in der freien Natur zurück. Ehrenamtliche Tätigkeiten wie in der zentralen Hüttenkommission des SAC sowie ihr Einsatz als J&S-Leiterin und als zeitweilige Präsidentin der Boltigen Jaunpass Tourismus AG folgten.

Das Fachhochschulstudium bezeichnet Daniela Niederhauser heute als grosse Horizonterweiterung, aber auch als die Zeit der grossen Fragen zu verantwortungsvoller Architektur. Die Ausbildung zur Feng-Shui-Beraterin half, diese aufzugreifen und ihnen nachzugehen.

Kündigung als Wendepunkt

Im selber entworfenen Haus erzählt Daniela Niederhauser nachdenklich von einer schwierigen Zeit, von zu viel Arbeit und zu wenig Natur, ein Zustand, der sie an die Grenze ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte gebracht hat. Sie berichtet von der notwendig gewordenen Kündigung als Wendepunkt und dem Einstieg in die berufliche Selbstständigkeit. Und ebenso von Lichtblicken wie der Geburt ihres Sohnes.

Auch wenn dieser Wendepunkt «gar nicht lustig» gewesen sei, so war er es doch, der den Weg zu einer neuen Bewusstheit ebnete und wieder das wirklich Wesentliche zutage brachte. Die verantwortungsvolle Nachhaltigkeit des seelischen Raumes wurde zentral.

Und so liess sich Daniela Niederhauser in den Jahren 2016/2017 zum Seelenzentrierten Coach ausbilden, eine Arbeit, die nun im Zentrum ihres Wirkens steht und die sich mit allen anderen Aspekten ihres Seins und Tuns verbindet. «Es ist eine wunderbare Art, Menschen zu begegnen. Und definitiv ein Weg zur persönlichen inneren Freiheit.»

Raum schaffen

Was die innere Befreiung von gesellschaftlicher Prägung, das Vertrauen in sich selbst und das Schöpfen aus der eigenen Kraft bedeuten, weiss Daniela Niederhauser sehr gut. Eindringlich erläutert sie im Gespräch die Wichtigkeit der Verbindung mit sich selbst und der Mitwelt, der persönlichen Verankerung im eigenen Wesenskern zur Vermeidung von Burn-outs, von Selbstbestimmung und der Erkenntnis, wo Manipulation zugelassen und wo selber manipuliert wird.

Die Ausschreibung eines Workshops zum Thema «Natur – Lauschen», geboren diesen September in einem sich selbst gegönnten, freien Zeitraum in der Natur, gab Daniela Niederhauser den Mut, sich mit ihrer Arbeit an die Öffentlichkeit zu begeben.

Ihr persönlicher Leitsatz, der ihr ganzes Wirken umfasst: «Über den liebevollen Zugang zur Natur schaffe ich gemeinsam mit allen Beteiligten Raum, der die Herzen der Menschen zum Strahlen bringt.»

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