Heisse Chilischoten im kalten Regen

Interlaken

Weder Regen noch Kälte konnten sie abhalten: 25'000 Rockfans am ersten Tag des Greenfield Festivals. Gekommen waren sie wegen den Red Hot Chili Peppers und sie wurden nicht enttäuscht.

  • loading indicator
Samuel Günter@samuel_guenter

Als der Höhepunkt nahte, hatte Petrus ein Einsehen und schloss die Schleusen. Zumindest beinahe. Beim Auftritt der Red Hot Chili Peppers – kurz RHCP – am Super Wednesday des Greenfield Festivals tröpfelte es nur noch. Und die Kalifornier sorgten dafür, dass das Publikum die nassen Kleider und den teilweise Knöchel tiefen Schlamm vergassen.

25'000 waren gekommen und alle drängten sie vor die Bühne. Die RHCP boten eine mitreissende Show mit den beiden Gründungsmitgliedern Sänger Anthony Kiedis und Bassist Flea als ständige Unruheherde. Während der Zugabe überraschte Flea gar mit einem Handstand. Seit 33 Jahren sind RHCP unterwegs. Die Erfahrung ist spürbar und lässt immer wieder Raum für Improvisationen, was der Funk lastigen Musik zusätzliche Frische verleiht.

Während die RHCP verhältnismässig Glück hatten, erwischte es Deftones zwei Stunden zuvor voll. Doch eine stattliche Anzahl Unerschrockener trotzte dem Platzregen und feierte die Metalband aus Kalifornien.

Humor und Gelassenheit

Das Wetter meint es heuer nicht gut mit dem Greenfield Festival. Gerade der Eröffnungstag vorgestern war stark verregnet. Dies stellte die campenden Festivalbesucher vor Herausforderungen: Etwa das Zelt bei strömenden Regen und auf ständig weicher werdendem Boden aufzustellen.

Aber es ist ja nicht das erste Jahr, dass die Greenfield-Besucher nass werden. Und im Vergleich zu den sintflutartigen Niederschlägen bei der allerersten Durchführung, war es heuer harmlos. Die meist jungen Besucher nahmen es auch mit viel Humor und veranstalteten Rutschpartien im Schlamm.

Stroh gegen den Schlamm

Auch bei den Organisatoren gibt man sich Gelassen. «Natürlich wäre es uns lieber, wenn die Sonne scheint», erklärt Iris Huggler von Jungfrau World Events. «Wir verteilen nun Stroh auf den strapazierten Flächen und hoffen, dass der Boden, jetzt, wo der Regen nachgelassen hat, trocknet.»

Der Vorteil des Greenfields sei, dass grosse Teile auf asphaltierter Fläche stattfinden. «Andere Festivals hätten bei Verhältnissen wie wir sie am Mittwoch hatten, wohl deutlich mehr Probleme.» Bereits für Samstag ist wieder Regen angesagt.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt