Gemeinde macht 2 Millionen Gewinn

Lenk

Die Jahresrechnung 2018 wurde bei der Gemeindeversammlung Lenk ebenso einstimmig gutgeheissen wie die vier Kreditvorlagen.

Auf der Aegertenstrasse sind die Schäden deutlich. Enge Stellen wie bei der Wallbachbrücke werden leicht aufgeweitet.

Auf der Aegertenstrasse sind die Schäden deutlich. Enge Stellen wie bei der Wallbachbrücke werden leicht aufgeweitet.

(Bild: Fritz Leuzinger)

Finanzverwalter Roland Abbühl präsentierte bei der Gemeindeversammlung am Dienstag die Jahresrechnung 2018 gegenüber dem Voranschlag mit fast ausschliesslich positiven Zahlen.

Der Ertragsüberschuss im Gesamthaushalt beträgt 2,177 Millionen Franken. In nahezu allen Sachgruppen führten Mehrerträge, unter anderen 641'000 Franken bei den Steuern, und diverse Minderaufwendungen zum erfreulichen Ergebnis.

Auch die Spezialfinanzierungen für Wasser, Abfall, Abwasser und Feuerwehr haben insgesamt um 96'000 Franken besser abgerechnet.

Gemeindepräsident René Müller mahnte: «Die Besserstellung um 2 Millionen ist sicher erfreulich, die angespannte Finanzlage ist allerdings noch nicht beseitigt.»

Badsanierung kostete mehr

Die 106 Stimmberechtigten (6,2 Prozent) zeigten bei der Rechnung wie bei den anderen vier Geschäften Einstimmigkeit. Beim Erlebnisbad Lenk-Simmental fiel die Schlussabrechnung zur Sanierung des Aussenbeckens um 12,5 Prozent höher aus als vorgesehen.

Verwaltungsratspräsident Mathias Rytz begründete die Mehrkosten und schaffte ausführlich eine Transparenz zur finanziellen Situation der Erlebnisbad AG. Mit zusätzlichen 230'000 Franken deckt die Gemeinde Lenk die Mehrkosten.

Das zweite Gesuch um einen anteilsmässigen Beitrag von 242'000 Franken ist für ein energietechnisches Update zusammen mit dem dringenden Ersatz der Lüftung vorgesehen.

Die Aegertenstrasse im Abschnitt Gässli–Wallbachbrücke soll im Herbst 2019 etappenweise für 1,3 Millionen Franken entwässerungstechnisch mit Trennsystem saniert werden.

Gleichzeitig wird die 110-jährige Leitung zur Wasserversorgung erneuert. Durch die umfangreichen Grabarbeiten ist vorgesehen, das enge Strässchen auf 5,20 Meter und das Trottoir 1,70 Meter zu verbreitern. Auch werden im einmal offenen Graben alle Infrastrukturleitungen ersetzt.

Strässchen hat einiges nötig

Das zwei Kilometer lange Wegstück von der Walleggbrücke zur Flöschweid wird vermehrt für Bau- und Holztransporte von Lastwagen und schweren Traktoren benutzt.

Es weist starke Belags- und Strukturschäden auf. Eine Totalsanierung ist jedoch nicht vorgesehen. Für die bewilligten 700'000 Franken soll die Fundation saniert und der Belag erneuert werden.

Von Bund und Kanton werden Beiträge von 285000 Franken erwartet. Unter Applaus überreichte Gemeindepräsident René Müller fünf Urkunden zum erworbenen Gemeinde-, Kantons- und Schweizer Bürgerrecht.

Berner Oberländer

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