Zum Hauptinhalt springen

Ganz schön verrückt, oder?

In der heutigen Weltcüpli-Kolumne wundert sich Redaktor Nik Sarbach darüber, zu welchem Preis Wintersportevents aufrechterhalten werden – trotz des Klimawandels.

In Glendale bei Phoenix im US-Bundesstaat Arizona steht das Heimstadion der Phoenix Coyotes (ausgesprochen übrigens: «Gha-iou-diis», damit Sie sich beim nächsten Mal, wenn Sie mit unnützem Wissen auftrumpfen wollen, nicht blamieren).

Phoenix mit seinen Vororten liegt in der Sonora-Wüste. Trotzdem spielen die Phoenix Coyotes Eishockey drinnen auf echtem Eis – auch im Sommer, wenns draussen gut und gerne mal gegen 50 Grad heiss wird. Ganz schön verrückt, die Amis, oder?

In Dubai steht eine riesige Halle, die Freunde des ariden Skisports beglückt. Weil die Halle tagsüber auf –1 Grad und nachts auf –7 Grad heruntergekühlt wird, ist drinnen Skifahren auf echtem Schnee – weiss und so – möglich, auch wenns draussen mal eben 45 Grad und heisser ist. Ganz schön verrückt, die Araber, oder?

In Zürich fand zuletzt im Herbst 2014 der Event Freestyle.ch statt, bei dem Skifahrer und Snowboarder auf einer 32 Meter hohen Schanze ihre waghalsigen Manöver zeigten. Auf echtem Schnee natürlich, auch wenn es sommerlich warm war. Die weisse Pracht war eigens aus den nicht besonders nahen Bergen angekarrt worden. Ganz schön verrückt, die Zürcher, oder?

In Adelboden rasten vergangenes Wochenende Skirennfahrer aus aller Welt vom Chuenisbärgli herunter – auf einem weissen Streifen in grüner Landschaft, auf Schnee, der in Dutzenden Stunden aus teuren Maschinen geblasen worden war.

Und in Wengen rasen dieses Wochenende Skirennfahrer aus aller Welt vom Lauberhorn herunter – auf Schnee, der teils per Helikopter hergeflogen wurde. So leicht lassen sich die Organisatoren beider Rennen von Wetter und Klima nicht unterkriegen. Ganz schön ver...wegen, die Oberländer, oder?

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch