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Für den Schutz vor Hochwasser

Die Gemeindeversammlung entschied zugunsten der Sicherheit der Bevölkerung in Mülenen: Das grosse Mehr bewilligte den Bruttokredit von 5'585'000 Franken für den Hochwasserschutz mit Geschiebesammler in der Suld.

An der Suld in Aeschi soll der Hochwasserschutz verbessert werden.
An der Suld in Aeschi soll der Hochwasserschutz verbessert werden.
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81 von total 1664 Stimmberechtigten (4,8 Prozent) der gemischten Gemeinde Aeschi stimmten allen Beschlüssen zu.

Im Zen­trum der Versammlung standen das Traktandum «Beurteilung und Beschlussfassung über den Hochwasserschutz Mülenen» sowie die Bewilligung eines Bruttokredites von 5'585'000 Franken, netto 385'000 Franken. Diesem wurde nach aufschlussreicher Präsentation und Wortmeldungen aus der Versammlung mit grossem Mehr zugestimmt.

Die Anwesenden waren sich rasch einig, dass die Naturgefahren bedingt durch die Wetterkapriolen eine grosse Gefährdung darstellen und es sich um ein absolut einmaliges, tolles Projekt handelt.

Bedenken wegen Verunstaltung durch überdimensioniertes Mauerwerk wurden mit dem Vergleich einer übermässigen Veränderung durch Umweltkatastrophe im Diemtigtal und in Brienz unterbunden. «Wenn Mülenen mit seinen 35 Gewerbebetriebe geflutet wird, geht überhaupt nichts mehr», so eine Stimme aus der Versammlung.

Fünfjährige Planung

Gemeinderat Daniel von Känel und Stephan Anderegg vom Ingenieurbüro Kissling und Zbinden AG Spiez erläuterten die Ausgangslage. «Nach den Unwettern vom August 2005 kam aus der ­Bevölkerung von Mülenen der Wunsch nach mehr Sicherheit vor Hochwasser.

Daraufhin wurden Planungsarbeiten gestartet, Massnahmen geprüft und Abklärungen über Kantons- und Bundesbeiträge getätigt.» Es stellte sich heraus, dass die nötigen Schutzmassnahmen nur mit einem Geschiebesammler und zusätzlichen Bauten im Unterufer der Suld zu erreichen sind.

«Seit fünf Jahren sind wir am Planen, um das bestehende Schutzdefizit zugunsten der Sicherheit der Bevölkerung von Mülenen zu beseitigen», leitete Daniel von Känel ein. Die Mitwirkung sei geschafft, das Bauprojekt erstellt, und die Vernehmlassung bei den Fachstellen könne demnächst abgeschlossen werden, ergänzte Stephan Anderegg.

Anschliessend wird das Projekt öffentlich aufgelegt. An diesem Bau beteiligen sich nebst der Gemeinde Aeschi die Schwellenkorporation Reichenbach, die BLS, der Bund und der Kanton Bern.

Oberhalb der Schützeweid entstehen ein neuer Geschiebesammler mit einem Rückhalte­volumen von 42'000 Kubikmetern, eine neue Zufahrtsstrasse und umfangreiche Terrainmodellierungen.

Oberhalb des Geschiebesammlers ist ein zusätzlicher Rückhalt für Schwemmholz vorgesehen. Zudem erfordert der Bau des Geschiebesammlers eine Sohlenbefestigung im Unterlauf mit einer aufgelösten Blockrampe bis zur Eisenbahnbrücke. Lokale Erhöhungen des Uferdammes sowie Ufermauern stellen die nötige Abflusskapazität sicher.

Ein Staukragen und glatte Verschalungen erhöhen die Abflusskapazität bei der Niesenbahn- und der BLS-Brücke. Die Strassenbrücke zur Niesenbahn wird in Kombination mit dem Staukragen neu erstellt. Gebaut wird voraussichtlich ab Herbst 2018.

Besser als budgetiert

Erstmals nach neuem harmonisierten Rechnungsmodell präsentierte Gemeinderat Daniel Reichenbach die knapp negative Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von rund 111'000 Franken über dem Budget und einem Aufwandüberschuss von 12'203 Franken.

Reichenbach: «Wir sind auf Kurs, und die Jahresrechnung 2016 bestätigt erneut die gute Ausgangslage mit genügend Eigenkapital und wenig Schulden, damit die bevorstehenden grossen Investitionen in die Schulliegenschaften angegangen werden können.» Die Versammlung stimmte der Rechnung mit grossem Mehr zu.

Mit Applaus wurden Adrian Grossen als neues Mitglied der Baukommission und Andreas von Känel in die Sozialkommission gewählt. Zudem wurde Paola Bircher als Mitglied der Schulkommission wiedergewählt.

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