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Feurig-originelles Finale

Mit dem virtuos-originellen Schlusskonzert des Slokar-Posaunenquartetts erreichte am Sonntag das 7. Swiss Chamber Music Festival Adelboden ein feuriges Finale. Die Veranstalter sind auf Erfolgskurs.

Das Slokar-Posaunenquartett spielte zum Abschluss des Swiss Chamber Music Festival (v. l.): Armin Bachmann, Branimir Slokar, Wassil Christov und Györgi Givicsan.
Das Slokar-Posaunenquartett spielte zum Abschluss des Swiss Chamber Music Festival (v. l.): Armin Bachmann, Branimir Slokar, Wassil Christov und Györgi Givicsan.
zvg

Der Grossmeister des Posaunenspiels, Branimir Slokar, setzte mit seinen drei Genossen einen fulminanten Ausklang des 7. Kammermusikfestivals Adelboden. Es war bereits in der Fanfare «Musique pour un jubilé» von Jean-François Michel hörbar, dass der pensionierte Gründer des über 40-jährigen Quartettes keine Ermüdungserscheinungen aufweist. Während einzelne Mitglieder wechselten, hielt der Gründer und Namensgeber die Stellung.

Nationalitäten ergänzen sich

Im präzis aufeinander abgestimmten Zusammenspiel kam die ideale Mischung der Herkunftsländer der Musiker zum Ausdruck: Der Slowene und Wahl­schweizer musizierte in der Kirche Adelboden mit Györgi ­Givicsan aus Ungarn, dem Bulgaren Wassil Christov und dem Schweizer Armin Bachmann. Die Zuhörenden kamen in den Genuss eines vergnüglichen Abends mit aussergewöhnlichem Hörerlebnis. Glänzende Virtuosität wurde charmant und humorvoll präsentiert.

Vielseitiges Programm

Mit enormem Können, einer Prise Schalk und Frische präsentierte das Posaunenquartett Mozarts Ouvertüre zur «Zauber­flöte» und Bartóks Leidenschaft zur Volksmusik mit sechs rumänischen Volkstänzen. Nebst den bekannten Ohrwürmern interpretierten die vier Meister vom gebürtigen Schotten John Glenesk Mortimer die «Suite Parisienne».

Nach den virtuosen Spielereien entführten die Künstler in südamerikanische Tänze. Dieses Werk wurde für das Slokar-Quartett komponiert und entstand in einer einzigen Nacht. Im kreativen Wechsel von Dämpfern und kleinen Perkussionsinstrumenten verbreiteten sich in der Kirche die Charak­tere von Tango, Cha-Cha-Cha, Bossa nova und Salsa. Ebenso leichtfüssig und verspielt klang das posaunistische Schlussfeuerwerk mit Nino Rotas Filmmusik «Musica per Federico Fellini» aus. Die selbstverständlichen Taktwechsel, der homogene Klang und die tiefe Musikalität wurden mit kräftigem und lang anhaltendem Schlussapplaus belohnt.

Erst nach zwei Zugaben liess das Publikum das Quartett weiterziehen. Wer noch mehr hören wollte, hatte diese Möglichkeit am After Concert Apéro auf der Tschentenalp.

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