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Erste Permafrost-Messstelle am Doldenstock

In den Berner Alpen sind rund 12 Prozent des Bodens das ganze Jahr über gefroren. Der Klimawandel setzt diesem Permafrost-Boden allerdings zu.

Hinter dem Oeschinensee oberhalb von Kandersteg ragt der Doldenstock empor.
Hinter dem Oeschinensee oberhalb von Kandersteg ragt der Doldenstock empor.
Peter Schneider, Keystone

Um Genaueres herauszufinden, richtet der Kanton einzelne Messstellen ein. Die erste wird oberhalb von Kandersteg realisiert.

Anfang August soll die Messstelle an der Nordwestflanke des Doldenstocks durch die kantonale Abteilung Naturgefahren gebaut werden, wie die Volkswirtschaftsdirektion am Dienstag mitteilte.

In Bohrlöchern zeichnen die Messstellen die Temperatur in verschiedenen Höhenlagen auf und erfassen so den Einfluss der Erwärmung auf den gefrorenen Boden.

Dort wo bisher Gletscher und Permafrost lockeres Gestein zusammenhielten, beginnt es zu bröckeln, wenn der eisige Kitt fehlt. Die Folge sind Murgänge, Rutschungen sowie Fels- und Steinschlag. Auch die Wasserwege im Boden können sich verändern.

Die tauenden Böden sind unter anderem auch für Infrastrukturen im alpinen Gelände eine Herausforderung, etwa für Passstrassen oder Skianlagen.

SDA/tpu

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