Erfolgreiche Gstaader OL-Woche mit starker Thuner Beteiligung

2700 Läufer nahmen an der internationalen Orientierungslaufwoche im Saanenland teil. Darunter 70 von der OL-Gruppe Thun. Die 18-jährige Corina Hüni aus Seftigen wurde in ihrer Kategorie Zweite.

Die traditionelle «swiss-o-week» war als internationaler Mehretappen-Orientierungslauf erstmals im Saanenland zu Gast.

Die traditionelle «swiss-o-week» war als internationaler Mehretappen-Orientierungslauf erstmals im Saanenland zu Gast.

(Bild: Fritz Leuzinger)

Die 8. Swiss Orienteering Week (SOW) gastierte vergangene Woche erstmals im Saanenland und im Pays-d’Enhaut. Über 2700 Orientierungsläuferinnen und -läufer aus 32 Nationen lernten in sechs verschiedenen Tagesetappen bei der Postensuche im Gelände die Schönheiten des westlichen Berner Oberlandes kennen. Jugendliche ab 10 Jahren, Elite und bis zu 80+-Senioren fanden sich auf ihren sogenannten Bahnen mit den eigens erstellten OL-Karten im Gelände zurecht.

Präsident Marcel Schiess macht im roten T-Shirt bereits Reklame für die SOW 2021 in Arosa: «Bis zu 3000 zufriedene Orientierungsläufer und das Helferteam erlebten die herrliche Bergwelt ohne technische Panne. Wir hatten ein Riesenglück mit dem Wetter, am einzigen Regentag war ohnehin Ruhetag.»

Posten im Luxushotel

Für alle 52 Kategorien begann die «swiss-o-week» mit einem Quer-durch-Gstaad. Marcel Schiess: «Es ist für Orientierungsläufer schon ungewöhnlich, auf Postensuche durch die Parkanlage des 5-Stern-Hotels Palace zu laufen.» Die weiteren Tagesetappen wurden auf dem Col du Pillon, auf dem Hornberg, in Rougemont und die letzte und entscheidende vom Eggli ins Rübeldorf von Saanen ausgetragen.

In minutiöser Vorarbeit wurden zwölf Kartenausschnitte mit Abbildern der Landschaften in der internationalen OL-Sprache erstellt. Die speziellen Karten mit den über 100 globalen Normsymbolen boten für alle Wettkämpfer des Orientierungslaufes gleiche Voraussetzungen.

70 von 200 dabei

Im grossen Zielcamp um die Bergbahn Videmanette in Rougemont war die OL-Gruppe Thun beim Erholen und Gedankenaustausch anzutreffen. Der Verein zählt 200 Mitglieder. Wie von Vereinsoberhaupt Silvio Zahnd zu erfahren war, sind fast 70 von ihnen als aktive Läufer und als Helfer am 5-Tage-OL der «swiss-o-week» im Einsatz. «Wir verbrachten die ganze Woche gemeinsam in einem Ferienlager in Lauenen. Letztes Jahr reisten wir an einen ähnlichen Anlass nach Schweden.»

Vorne mitmischen

In der OL-Gruppe Thun ist fast ein Viertel unter 20-jährig. Die Seftigerin Corina Hüni hat kürzlich an der Junioren-EM in Weissrussland ihre ersten internationalen Wettkampferfahrungen gesammelt. Im Saanenland lief es der 18-Jährigen in allen sechs SOW-Etappen bravourös. Sie wollte vorne mitmischen und spurtete fünfmal als Etappenzweite und einmal als Dritte durchs Ziel. Die Freude als Gesamtzweite in der international starken D18-Kategorie war entsprechend gross.

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